22. August, 2026

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US-Börsen feiern Rekordstände trotz stabiler Leitzinsen

US-Börsen feiern Rekordstände trotz stabiler Leitzinsen

Eine rückläufige Inflation im Mai beflügelte am Mittwoch die US-Börsen und führte zu neuen Höchstständen. Auch die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed sowie die Beibehaltung der Leitzinsen sorgten für wenig Bewegung. Es wird spekuliert, dass es in diesem Jahr lediglich eine einzige Zinssenkung geben könnte.

Der S&P 500 sowie die Nasdaq-Börsen, die stark von Technologiewerten geprägt sind, verzeichneten durchweg positive Entwicklungen. Der S&P 500 schloss mit einem Plus von 0,85 Prozent bei 5421,03 Punkten, während der Nasdaq 100 um 1,33 Prozent auf 19 465,18 Zähler zulegte. Der Dow Jones Industrial hingegen konnte seine anfänglichen Gewinne nicht halten und endete mit einem Minus von 0,09 Prozent bei 38 712,21 Punkten.

Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, kommentierte die Entscheidung der Fed, die Zinsen unverändert zu lassen, als folgerichtig im Kontext einer stabilen US-Konjunktur und leicht über den Erwartungen liegender Inflation. Dies markiert das siebte Mal in Folge, dass die Fed an den Zinsen nichts ändert.

Die Aussicht auf nur eine Zinssenkung im Jahr 2024 stieß auf gemischte Reaktionen. Thomas Altmann von QC Partners zeigte sich enttäuscht, dass weniger Zinssenkungen in Aussicht gestellt wurden als erhofft. Allerdings blieb eine negative Börsenreaktion aus, da das Vertrauen in zukünftige Zinssenkungen seitens einiger Fed-Mitglieder weiter besteht.

Unter den Einzelwerten sorgte Apple für Aufsehen, da die Aktie ihren Rekordlauf fortsetzte und um 2,9 Prozent zulegte. Dies wurde auf die kürzlich präsentierte KI-Strategie zurückgeführt, die positive Effekte auf die Apple-Smartphone-Nachfrage erwarten lässt.

Auch Microsoft und Nvidia profitierten von der allgemeinen Marktstimmung und erreichten neue Höchststände. Besonders bemerkenswert ist, dass Nvidia nun einen Marktwert von 3,08 Billionen Dollar erreicht hat, während Apple und Microsoft fast gleichauf bei etwa 3,27 Billionen respektive 3,28 Billionen Dollar liegen.

Der Software-Konzern Oracle stieß ebenfalls ins Rampenlicht, nachdem ein starkes viertes Geschäftsquartal und Kooperationen mit Microsoft und Google den Aktienkurs um 13,3 Prozent steigen ließen. Auch die Aktien der Google-Mutter Alphabet erreichten neue Rekordhöhen.

Abseits der Aktienmärkte wurde der Euro zum Börsenschluss an der Wall Street mit 1,0806 Dollar gehandelt, während der Terminkontrakt für zehnjährige US-Staatsanleihen leicht um 0,53 Prozent auf 110,12 Punkte zulegte.