United Internet, ein bedeutender Akteur im Bereich Internet und Telekommunikation, sieht sich angesichts eines Streits um den Kabelkonzern Tele Columbus mit einer erheblichen Ergebnisbelastung konfrontiert. In seinem jüngsten Halbjahresbericht kündigte der Konzern eine Wertberichtigung in Höhe von etwa 185 Millionen Euro auf seine Anteile an der Holdinggesellschaft Kublai an, dem hauptsächlichen Eigentümer von Tele Columbus.
Diese Neubewertung führte zu einem Kursverlust der United-Internet-Aktie von 2,1 Prozent im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs. Ursächlich für die Wertberichtigung ist eine Meinungsverschiedenheit über die Bewertung von Tele Columbus im Zuge einer Kapitalerhöhung, die nach Ansicht von United Internet zu niedrig ausfällt, was die eigene Beteiligung erheblich verwässert.
Ralph Dommermuth, CEO von United Internet, kündigte an, ein vertraglich vereinbartes Verwässerungsschutzverfahren einzuleiten. Dieses Verfahren soll die Bewertung von Tele Columbus durch ein Schiedsgericht überprüfen lassen. Dommermuth erhofft sich im Erfolgsfall einen finanziellen Ausgleich von etwa 300 Millionen Euro.
Morgan Stanley, als Mehrheitseigentümer von Kublai über seinen Investmentbereich Morgan Stanley Infrastructure, hat divergierende Auffassungen mit United Internet hinsichtlich der zukünftigen Finanzierung von Kublai. Aufgrund dieser unterschiedlichen Sichtweisen und der damit verbundenen Unsicherheiten, hat United Internet beschlossen, keine weiteren Investitionen in Kublai zu tätigen.