23. August, 2026

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UniCredit verzeichnet überraschende Gewinnsteigerung und verspricht Aktionären Milliarden

UniCredit verzeichnet überraschende Gewinnsteigerung und verspricht Aktionären Milliarden

UniCredit, die Mailänder Bankeninstitution, überrascht mit einem deutlichen Gewinnplus im ersten Quartal und signalisiert ihren Aktionären milliardenschwere Ausschüttungen. Der Finanzkonzern übertraf nicht nur die Profitprognosen für das erste Quartal deutlich, sondern verstärkte auch seine Kapitalbasis.

Das Nettoeinkommen stieg im Vergleich zum Vorquartal um beeindruckende 10,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro an, beflügelt durch Einnahmen aus gestiegenen Zinssätzen. Der Nettogewinn erreichte mit 2,6 Milliarden Euro einen Höchstwert, der die Markterwartungen von 2 Milliarden Euro deutlich übertrifft und eine Steigerung von 24 Prozent zum Vorjahreszeitraum darstellt.

Basierend auf diesen Ergebnissen hebt UniCredit seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr an und prognostiziert nun einen Profit von über 8,5 Milliarden Euro – eine positive Korrektur gegenüber der zuvor angenommenen Prognose, die von einem Ergebnis 'weitgehend in Übereinstimmung' mit dem Vorjahr von 8,6 Milliarden Euro ausging. Zusätzlich bekräftigte das Institut seine Ausschüttungsrichtlinie für 2024, die mit der des Vorjahres übereinstimmt. Damals hatte die Bank den gesamten Reingewinn an die Investoren ausgezahlt. Ursprünglich war geplant, bis zu 90 Prozent zu verteilen.

Die Ausschüttung, die noch der behördlichen Genehmigung bedarf, setzt sich aus Bargelddividenden – einschließlich der bereits im April geleisteten 3 Milliarden Euro – und Aktienrückkäufen zusammen, wobei im vergangenen Monat bereits 1,1 Milliarden Euro hierfür aufgewendet wurden.

Auch die Kerneigenkapitalquote, eine wichtige Kennzahl für die finanzielle Stärke einer Bank, übertraf die Erwartungen und stieg auf 16,2 Prozent der risikogewichteten Aktiva an. Zum Ende des letzten Jahres lag dieser Wert bei 15,9 Prozent.

Andrea Orcel, der Vorstandsvorsitzende des nach Bilanzsumme zweitgrößten italienischen Kreditinstituts, der erst kürzlich für weitere drei Jahre im Amt bestätigt wurde, konstatierte einen 'äußerst starken Start' ins Jahr mit Ergebnissen, die 'bei allen Kernzahlen die Schätzungen deutlich übertreffen'.

Ferner hob Orcel die positive Entwicklung der Gebühreneinnahmen hervor, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro anstiegen.

Auch das Russlandgeschäft von UniCredit trug zum erfolgreichen Quartal bei. Der dortige Nettoprofit kletterte auf 213 Millionen Euro – mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu den 99 Millionen Euro des Vorjahresquartals.