29. August, 2025

Wirtschaft

Unerwartete Stabilität der Inflation in Italien verblüfft Experten

Italien hat im August mit einer stabilen Inflationsrate von 1,7 Prozent für Aufmerksamkeit gesorgt und damit viele Marktbeobachter überrascht, die einen leichten Anstieg prognostiziert hatten. Das nationale Statistikamt Istat in Rom gab bekannt, dass die jährliche Teuerung auf dem Niveau des Vormonats geblieben ist. Dies widerspricht den Erwartungen der Analysten, die einen Anstieg der Verbraucherpreise auf 1,8 Prozent auf Jahresbasis vermutet hatten. Diese Stabilität der Preisentwicklung lässt auf eine unerwartet widerstandsfähige Wirtschaft schließen, die äußere Preisdruckfaktoren gut abfedert.

Überraschenderweise gingen die Verbraucherpreise in Italien im Monatsvergleich um 0,2 Prozent zurück. Auch das lag jenseits der Prognosen, in denen man von einer gleichbleibenden Preisentwicklung ausgegangen war. Trotz dieser rückläufigen monatlichen Preise bleibt das Land mit einer Inflationsrate knapp unter dem mittelfristigen Inflationsziel der Europäischen Zentralbank, die für den gesamten Euroraum bei 2 Prozent anstrebt. Dies könnte Anlass für politische Entscheidungsträger sein, die Fortschritte in Richtung des Zielwerts vorsichtig zu beobachten.

Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass Italien nicht allein mit einer abweichenden Inflationsrate dasteht. Frankreich berichtet von einem vergleichsweise niedrigen Inflationsniveau von 0,8 Prozent, wohingegen Spanien mit einer Inflationsrate von 2,7 Prozent auf einem höheren Niveau liegt. Spannend bleibt der Blick nach Deutschland, wo heute um 14 Uhr die neuesten Inflationsdaten erwartet werden. Umfassendere Zahlen für den gesamten Währungsraum sollen voraussichtlich am kommenden Dienstag veröffentlicht werden und könnten weitere Aufschlüsse über die wirtschaftliche Lage in der Eurozone liefern.