19. Mai, 2024

Politik

UN-Hilfswerk in Jerusalem schließt nach Brandstiftung

UN-Hilfswerk in Jerusalem schließt nach Brandstiftung

In einem beunruhigenden Vorfall wurde das Hauptquartier des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Ost-Jerusalem nach wiederholten Brandstiftungsaktionen geschlossen. Philippe Lazzarini, der Chef der Organisation, gab bekannt, dass die Einrichtung Ziel zweier Brandanschläge innerhalb einer Woche geworden sei. Die Brände beschädigten das Gelände erheblich, verletzt wurde jedoch niemand. Auf dem Gelände der betroffenen UNRWA-Zentrale befand sich auch eine Tankstelle, die für den Betrieb der Fahrzeugflotte des Hilfswerks von Bedeutung ist. Mitarbeitende des Hilfswerks und die Direktion hatten erfolglos versucht, die Brände zu löschen, bevor die israelische Feuerwehr eintraf, berichtete Lazzarini, der den Vorfall als schockierenden Akt der Aggression bezeichnete.

Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf andauernde Spannungen zwischen der israelischen Regierung und dem UN-Hilfswerk. Israel kritisiert das UNRWA immer wieder und beschuldigt es, von der militanten Hamas, die von Israel als Terrororganisation eingestuft wird, infiltriert zu sein. Dem Hilfswerk wird vorgeworfen, keine klare Trennlinie zwischen seinen humanitären Aktivitäten und den Operationen der Hamas zu ziehen.

Früher dieses Jahr stand das UNRWA ebenfalls in der Kritik, nachdem Israel behauptet hatte, dass Mitarbeiter des Hilfswerks in Terrorakte involviert gewesen seien. Trotzdem kam ein unabhängiger Bericht zu dem Schluss, dass das UNRWA geeignete Mechanismen zur Wahrung der Neutralität implementiert habe, obwohl es auch feststellte, dass es Raum für Verbesserungen gebe. Das Hilfswerk, das im Gazastreifen tätig ist, spielt eine wichtige Rolle in der Bildung und humanitären Hilfe in diesem Gebiet.