22. August, 2026

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UBS räumt mit Greensill-Affäre auf: Freiwilliges Rücknahmeangebot für Investoren

UBS räumt mit Greensill-Affäre auf: Freiwilliges Rücknahmeangebot für Investoren

Die Schweizer Großbank UBS unternimmt große Schritte, um die Greensill-Affäre aus der im Zuge der Credit-Suisse-Akquisition übernommenen Altlasten zu bereinigen. Wie die Bank am Montag mitteilte, erhalten die Investoren der gescheiterten Lieferketten-Finanzierungsfonds von Greensill Capital ein freiwilliges Rücknahmeangebot. Für diese Maßnahme nimmt UBS eine Belastung von nahezu einer Milliarde US-Dollar in Kauf, was die Aktie um anderthalb Prozent steigen ließ.

Auf konsolidierter Basis erwartet UBS im zweiten Quartal 2024 im Zusammenhang mit dem Angebot eine Rückstellung von etwa 0,9 Milliarden US-Dollar (0,8 Milliarden Euro). Diese Belastung ist allerdings auf Gruppenebene bereits abgedeckt, da die UBS bei der Übernahme der Credit Suisse entsprechende Rückstellungen gebildet hatte. Somit ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf das Finanzergebnis oder die harte Kernkapitalquote (CET1).

Greensill war einer der letzten großen Skandale der Credit Suisse. Die riskanten Geschäfte mit dem Lieferketten-Finanzierer Greensill Capital führten dazu, dass die Credit Suisse im März 2021 den Handel mit den Supply Chain Finance Funds aussetzen musste. Das nun unterbreitete Angebot soll den Fondsanlegern Sicherheit bieten. Sie könnten beschleunigt aus ihren Positionen aussteigen und eine signifikante finanzielle Entschädigung erhalten.

Investoren könnten pro Anteil 90 Prozent des zuletzt bestimmten Nettoinventarwerts (NAV) vom 25. Februar 2021 erhalten, abzüglich aller seitdem erhaltenen Zahlungen. Das Rücknahmeangebot läuft seit diesem Montag (17. Juni) und endet am 31. Juli 2024.

Bisher wurden den Investoren im Rahmen der Fondsabwicklung 7,4 Milliarden US-Dollar von ursprünglich rund 10 Milliarden zurückerstattet. Es ist ungewiss, wie viel mehr als die jetzigen 74 Prozent die Anleger noch erhalten könnten. Daher dürfte ein Großteil wohl das Rückkaufangebot annehmen.

Für UBS wäre dies ein Weg, das leidige Thema endgültig abzuschließen. Andernfalls könnte die Aufarbeitung noch Jahre in Anspruch nehmen.