23. August, 2026

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Übernahmepoker abgewendet: Banco Sabadell lehnt BBVA-Angebot ab

Übernahmepoker abgewendet: Banco Sabadell lehnt BBVA-Angebot ab

Im Wettrennen um die Konsolidierung im spanischen Bankensektor zeichnet sich eine unerwartete Kehrtwende ab. Banco Sabadell hat am Montagabend die Fusionspläne durch eine ablehnende Haltung gegenüber einer Übernahmeofferte von BBVA durchkreuzt. Der Verwaltungsrat teilte mit, dass die vorgelegten Konditionen nicht die Interessen der Bank und ihrer Aktionäre widerspiegeln würden.

Die Offerte von BBVA kam überraschend als zweiter Anlauf, nachdem bereits im Jahr 2020 ein Übernahmeversuch initiiert wurde. Der Deal hätte für jeden Anteil von Banco Sabadell den Umtausch in eine neue BBVA-Aktie vorgesehen, basierend auf einem Verhältnis von 4,83 zu 1. Dies repräsentierte einen beträchtlichen Premium-Aufschlag von 30 Prozent auf den letzten Schlusskurs von Sabadell vor einer Woche, wodurch die Bewertung von Banco Sabadell auf beachtliche zwölf Milliarden Euro anstieg. Im Falle einer erfolgreichen Fusion hätten die Anteilseigner von Sabadell eine Beteiligung von 16 Prozent an der erweiterten BBVA erhalten.

Das Zusammengehen der beiden Bankhäuser hätte die Schaffung eines Finanzgiganten mit einem Gesamtvermögen von über einer Billion Euro bedeutet. Eine solche Entität hätte sich in ihrer Marktkapitalisierung der Größenordnung von Banco Santander angenähert, deren Wert derzeit auf rund 70 Milliarden Euro taxiert wird.