19. Mai, 2024

Politik

Tragödie in Rafah: Hohe Opferzahl bei israelischen Luftangriffen

Tragödie in Rafah: Hohe Opferzahl bei israelischen Luftangriffen

Im Schatten des andauernden Konflikts zwischen Israel und der Hamas hat sich die Lage im Gazastreifen weiter zugespitzt. In der südlichen Stadt Rafah wurden nach jüngsten Meldungen von medizinischen Einrichtungen innerhalb von nur 24 Stunden mindestens 36 Palästinenser, darunter auch Kinder, durch israelische Angriffe getötet. Diese traurige Nachricht folgt Berichten aus dem Kuwait-Krankenhaus in Rafah, welche die Kinder als Opfer eines Luftangriffs auf ihre Wohnstatt identifizieren.

Währenddessen betont das israelische Militär, bei jüngsten Einsätzen im Osten der Stadt 30 Mitglieder der islamischen Hamas-Bewegung, die es als Terroristen einstuft, ausgeschaltet zu haben. Diese Ausführungen ergänzen die Auskünfte der von der Hamas geleiteten Gesundheitsbehörde, die von 55 Todesfällen in der gesamten Region innerhalb eines Tages spricht. Seit Ausbruch der Feindseligkeiten soll die Zahl der Toten im Küstenstreifen nun auf 34.844 angestiegen sein, wobei in diesen Angaben nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten differenziert wird. Externe Überprüfungen der Opferzahlen sind nicht möglich.

Augenzeugen berichten weiterhin von anhaltenden intensiven israelischen Angriffen in Rafah, sowie von einer Masse an Menschen, die in Richtung Norden fliehen. Eine Hauptverkehrsstraße entlang des Mittelmeers sei mit flüchtenden Zivilisten überfüllt, so die Beobachtungen aus der Stadt, die an die ägyptische Grenze grenzt.

In der Nacht zum Dienstag rückten israelische Einheiten in den östlichen Teil Rafahs vor, was im Gazastreifen die Befürchtung auslöst, es könne sich hier um den Beginn einer groß angelegten Offensive handeln. Die Region beherbergt gemäß einigen Berichten über eine Million Binnenflüchtlinge. Die israelischen Militärbehörden hatten die Bewohner des östlichen Rafahs dazu aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Dieses militärische Vorgehen löst international tiefe Besorgnis aus, da es zu schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung und einer weiteren Zunahme der Todesopfer führen könnte.