Der führende Anbieter im Bereich automatisierter Werbetechnologien, Trade Desk, hat am Donnerstag eine Umsatzprognose für das dritte Quartal veröffentlicht, die über den Erwartungen der Analysten liegt. Diese positive Ausschau deutet auf eine robuste Nachfrage nach automatisierten Werbelösungen seitens der Unternehmen im Bereich Connected TV hin, was dazu führte, dass die Aktien des Unternehmens im nachbörslichen Handel um 5 % zulegten.
Trade Desk bietet eine Werbeplattform, die Werbetreibenden Zugang zu einem umfangreichen Netzwerk von Verlegern und Medienpartnern aus verschiedenen Branchen ermöglicht, wodurch sie ihre Werbekampagnen präzise ausrichten können.
Im zweiten Quartal gaben namhafte Unternehmen wie FOX, Roku und SiriusXM bekannt, dass sie den Unified ID 2 (UID2), einen datenschutzorientierten Werbeidentifikator, übernehmen werden. Auch Netflix kündigte an, seine Fähigkeiten im Bereich Werbeeinkauf auszuweiten und Trade Desk als einen seiner Hauptpartner zu integrieren.
Trade Desk hat die Entwicklung von UID2 maßgeblich vorangetrieben, um damit Third-Party-Cookies zu ersetzen und gezielte Werbung zu ermöglichen, ohne die Privatsphäre der Nutzer zu beeinträchtigen. Diese Ausrichtung auf eine stärkere Dateneinbindung sowie die weitverbreitete Akzeptanz von UID2 haben dem Unternehmen geholfen, eine dominante Position im digitalen Werbesektor zu behaupten.
Mit dem anstehenden Wahljahr 2024 in den USA wird erwartet, dass politische Werbetreibende ebenfalls von diesen Technologien profitieren werden, da Kandidaten ihre Kampagnen intensivieren. Trade Desk, das Kooperationen mit Einzelhändlern wie Walmart unterhält, prognostizierte einen Umsatz von mindestens 618 Millionen Dollar für das dritte Quartal, was über dem durchschnittlichen Schätzwert der Analysten von 604,2 Millionen Dollar liegt, so LSEG-Daten.
Für das zweite Quartal betrugen die Einnahmen 585 Millionen Dollar und lagen damit über den Schätzungen von 577,8 Millionen Dollar. Auf bereinigter Basis verdiente das Unternehmen 39 Cent pro Aktie für das Quartal, das am 30. Juni endete, im Vergleich zu den geschätzten 35 Cent.