22. April, 2024

KI

Studierende setzen große Hoffnungen in Künstliche Intelligenz: Hilfe im Beruf erwartet

Studierende setzen große Hoffnungen in Künstliche Intelligenz: Hilfe im Beruf erwartet

Die Beratungsgesellschaft Ernst & Young hat Ergebnisse einer aktuellen Umfrage veröffentlicht, die die Einstellung deutscher Studierender zum Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf ihr zukünftiges Berufsleben beleuchtet. Ein beachtlicher Anteil von 65 Prozent der Befragten zeigt sich optimistisch und prognostiziert, dass KI-Technologien wie digitale Assistenten nicht nur die Arbeitsleistung erhöhen, sondern auch zu einer ausgeglicheneren Work-Life-Balance beitragen könnten.

Doch nicht alle Befragten sind derart zuversichtlich – 14 Prozent befürchten, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz negative Auswirkungen, etwa den Verlust von Arbeitsplätzen, mit sich bringen könnte. Ein weiteres Fünftel der Befragten sieht in der KI keinen signifikanten Faktor für ihre berufliche Zukunft.

Die Bedeutung von KI-Kenntnissen beim Übergang vom Studium in die Arbeitswelt wird von den Teilnehmenden der Umfrage als zunehmend relevant eingeschätzt. Mehr als ein Viertel hält praxisnahes Wissen über KI-Anwendungen bereits heute für essentiell bei der Jobsuche, während sich 55 Prozent sicher sind, dass dessen Bedeutung in der nahen Zukunft noch steigen wird.

Jan-Rainer Hinz, Arbeitsdirektor bei Ernst & Young, sieht in der KI einen entscheidenden Wandelstreiber für den Arbeitsmarkt. Er betont die Wichtigkeit, dass Betriebe Mitarbeiter für sich gewinnen sollten, die mit KI vertraut sind und deren Potenziale kennen. Die Kombination aus dem Innovationsgeist der jungen Generation und der Erfahrung etablierter Belegschaft könnte laut Hinz ein prägnanter Erfolgsfaktor sein.

Die Nutzung von KI im Studium ist für viele Teilnehmenden der Umfrage schon jetzt gelebter Alltag. Von ihnen setzen 86 Prozent KI-gestützte Tools wie Chatbots für akademische Zwecke ein, um unter anderem bei der Recherche zu unterstützen oder Verständnisfragen zu klären. Während 13 Prozent dieser Tools häufig Gebrauch machen, nutzen sie 41 Prozent gelegentlich und 32 Prozent eher selten.

Die dargestellten Erkenntnisse basieren auf einer repräsentativen Online-Befragung, die von einem Marktforschungsinstitut im Februar im Auftrag von EY durchgeführt wurde. In die Auswertung flossen Antworten von über 2000 deutschen Studierenden ein, von denen 59 Prozent einen Bachelorabschluss anstreben, etwa ein Viertel nach einem Master oder Magister strebt und 10 Prozent das Staatsexamen vorbereiten.