24. Juli, 2024

KI

Energiemarkt im Wandel: Künstliche Intelligenz als Treiber neuer Technologien

Energiemarkt im Wandel: Künstliche Intelligenz als Treiber neuer Technologien

Die fortschreitende Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) fordert nicht nur technologische Innovationen, sondern revolutioniert auch den Energiemarkt. Der steigende Bedarf an leistungsfähigen Rechenzentren, die immense Mengen an Strom verbrauchen, führt zu einer verstärkten Forderung nach Ausbau und Optimierung der Energieproduktion. Dabei rücken insbesondere erneuerbare Energien in den Fokus.

Der Einsatz von KI-Anwendungen wie ChatGPT, dessen Energieverbrauch pro Anfrage etwa zehnmal höher liegt als der einer klassischen Google-Suchanfrage, verdeutlicht dieses Phänomen. Basierend auf Recherchen des Forschers Alex de Vries von der VU Amsterdam School of Business sind für den Betrieb von ChatGPT allein 3.617 Server erforderlich, die täglich rund 564 Megawattstunden verbrauchen – ein Vielfaches des Jahresenergieverbrauchs eines durchschnittlichen Deutschen.

Aktuelle Studien des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) zeigen, dass Rechenzentren heute bereits 4 bis 5 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen. Mit der rasant voranschreitenden KI-Revolution könnten diese Zahlen bis auf 30 Prozent ansteigen. Doch die Zukunftsvision eines klimaneutralen Europas gemäß dem Pariser Klimaabkommen erfordert nicht nur eine drastische Reduktion der Emissionen um 55 Prozent bis 2050, sondern vor allem den Ausbau erneuerbarer Energien. Bereits 2023 verzeichnete der Kapazitätszuwachs einen Rekordwert von 473 Gigawatt, wobei insbesondere China, Europa und die USA ambitionierte Schritte unternehmen.

Dabei gewinnen Energiespeicher an zunehmender Bedeutung, um die Volatilität von Wind- und Solarenergie auszugleichen. Vanadium-Flow-Batterien (VFB) bieten hier eine vielversprechende Lösung, indem sie erzeugten Strom zwischenspeichern und bedarfsgerecht verteilen können. Die steigende Nachfrage nach Vanadium als Basismaterial für VFB lässt den Vanadium-Markt florieren, obwohl die abbaubaren Vorkommen ökonomisch begrenzt sind und überwiegend von China und Russland kontrolliert werden.

Das australische Unternehmen Vanadium Resources spielt eine Schlüsselrolle im Aufbau alternativer Quellen. Der Fortschritt bei der Entwicklung der Steelpoortdrift-Mine in Südafrika und die potenziellen Erträge aus der Mine, die einen Free Cashflow von 152 Mio. US-Dollar pro Jahr für mindestens 25 Jahre prognostiziert, zeugen vom hohen Interesse der Industrie.

Damit könnte Vanadium Resources nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur Deckung des steigenden Energiebedarfs leisten, sondern auch wirtschaftliche Chancen für die beteiligten Regionen eröffnen.