23. August, 2026

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Streikwelle rollt durch Deutschland: Vielerorts drohen Verkehrsausfälle und Engpässe

Streikwelle rollt durch Deutschland: Vielerorts drohen Verkehrsausfälle und Engpässe

Nach anhaltenden Arbeitsniederlegungen bei der Deutschen Bahn schwappt die Streikwelle nun auf die Luftsicherheit über. Warnstreiks von Sicherheitskräften an zahlreichen deutschen Flughäfen sorgen für beträchtliche Unterbrechungen im Luftverkehr.

Unmittelbar auf die Ankündigung folgt der Nahverkehrsstreik am Freitag. Verdi ruft zu Aktionen in diesem Sektor auf, was den städtischen Transport in den meisten Bundesländern betrifft. Bayern bleibt außen vor, da hier gegenwärtig keine Tarifverhandlungen stattfinden. Nur in Berlin sollen die Maßnahmen auf den Morgen begrenzt sein.

Die angespannte Stimmung erstreckt sich über das gesamte Bundesgebiet, mit Auswirkungen auf zahlreiche Berufsgruppen. Dies schließt Luftsicherheitskräfte ein, die im Auftrag der Bundespolizei bei der Passagier- und Gepäckkontrolle tätig sind. Für etwa 25.000 Mitarbeiter wird bundesweit verhandelt.

Ebenfalls stehen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs Verhandlungen für über 130 kommunale Unternehmen aus etwa 80 Städten und rund 40 Landkreisen mit insgesamt 90.000 Mitarbeitenden an. Hier muss mit erheblichen Behinderungen gerechnet werden.

Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer sehen sich auch weiterhin in Tarifstreitigkeiten verwickelt. Jedoch befinden sie sich aktuell in einem Verhandlungsstillstand bis Anfang März ohne weitere Streikankündigungen.

Bei Universitätskliniken sahen sich Patienten mit längeren Wartezeiten und verschobenen Operationen konfrontiert, nachdem Tausende von Ärzten den Arbeitstag im Rahmen eines Warnstreiks niederlegten.

Eine weitere mögliche Streikfront öffnet sich im Lufthansa-Konzern. Die Kabinengewerkschaft Ufo legte Tarifverhandlungen für 18.000 Flugbegleiter auf Eis und spielt offen mit der Streikkarte.

Unabsehbar bleiben die Entwicklungen im Einzel-, Groß- und Außenhandel, wo trotz langwieriger Verhandlungen und Warnstreiks seit Monaten keine Einigung in Sicht ist.

Die Hans-Böckler-Stiftung bietet einen umfangreichen Überblick über aktuelle Tarifverhältnisse und bevorstehende Tarifrunden. So enden bald Verträge in Industriebereichen wie Druck, Bau und Leiharbeit und im weiteren Jahresverlauf in Branchen wie Chemie und Systemgastronomie.

Tarifexperten prognostizieren intensive und konfrontative Verhandlungen. Beide Seiten sehen sich in einer starken Position, um reale Lohnsteigerungen zu erzielen, wenngleich angesichts einer im Alltag spürbaren Inflation die Vergütungspolitik an ihre Grenzen stößt.

In der Frage, ob sich das Konfliktniveau weiterhin auf einem hohen Stand hält, spielen auch die Verhandlungsbereitschaft und die ökonomischen Rahmenbedingungen der Arbeitgeber eine zentrale Rolle.

Trotz der Vielzahl an Auseinandersetzungen erreichen viele der kleineren Streiks nicht die Schlagzeilen. Entscheidenden Einfluss auf das öffentliche Leben haben jedoch Streiks im Verkehrsbereich, im öffentlichen Dienst und im Gesundheitssektor.