Die Ölpreise haben sich am Dienstag stabil gezeigt und damit die Gewinne vom Wochenbeginn weitgehend beibehalten. So kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Augustlieferung 84,15 US-Dollar und damit nur geringfügig weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Lieferung fiel leicht auf 80,21 Dollar.
An den Märkten war insgesamt eine risikofreudige Stimmung zu beobachten, welche die gedämpften Nachfrageaussichten für Rohöl überwog. Die Wall Street setzte ihre beeindruckende Rekordjagd fort, angetrieben durch die starken Performances der großen Technologiekonzerne. Diese profitieren weiterhin von der optimistischen Stimmung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, was die Kauflaune auch auf die asiatischen Börsen überschwappen ließ.
Dennoch zeigen sich in Asien erste Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage nach Rohöl. Der Rückgang des Benzinverbrauchs in Indien und eine langsamere Raffinerieaktivität in China lassen darauf schließen. Unterstützt wird diese Entwicklung durch schwächere Konjunkturdaten aus China, welche eine niedrigere Expansion der Industrietätigkeit offenbaren.