In einer bizarren Verkettung von Ereignissen, die in Butler, Pennsylvania ihren Anfang nahm, erregte ein Attentatsversuch auf Donald J. Trump erhebliches Aufsehen in der Technologiewelt. Weniger als eine Stunde nach dem Vorfall nahm der San Francisco ansässige Risikokapitalgeber David Sacks diesen zum Anlass, um auf X (ehemals Twitter) seinen Unmut gegenüber einem ehemaligen Kollegen zum Ausdruck zu bringen.
Sacks machte in seinem Online-Beitrag die politische Linke für den Angriff verantwortlich und verwies dabei auf Reid Hoffman, einen Technologieinvestor und prominenten Spender der Demokraten. Er insinuierte, dass Hoffmans Kritik an Trump und die Finanzierung einer Klage wegen Vergewaltigung und Verleumdung gegen den Ex-Präsidenten zum Attentat beigetragen hätten.
Mehr Öl ins Feuer goss daraufhin Elon Musk, CEO von SpaceX und Tesla, der auf X Hoffmans Namen ins Spiel brachte und behauptete, Leute wie er hätten ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt gesehen.
Dieser öffentliche Schlagabtausch unter Tech-Milliardären minderte nicht nur den Zusammenhalt innerhalb der engmaschigen Gemeinschaft des Silicon Valley, sondern brachte frühere Kooperationen und Freundschaften ins Wanken. Besonders betroffen waren die Mitglieder der sogenannten "PayPal-Mafia", eine reiche Clique von Tech-Executives, die in den 1990er Jahren bei der Online-Zahlungsfirma PayPal zusammengearbeitet hatten und später ihre eigenen Unternehmen gründeten oder als hochkarätige Investoren Schlagzeilen machten.
Auch andere prominente Technologieführer wie Vinod Khosla sowie Marc Andreessen und Ben Horowitz von der Venture-Capital-Firma Andreessen Horowitz sind zunehmend in die politischen Scharmützel hineingezogen worden.