Die europäische Gemeinschaftswährung setzt ihre Talfahrt fort und erreicht am Mittwochmittag einen niedrigeren Stand als am Vorabend, mit einem Wechselkurs von 1,0703 US-Dollar. Die letztmalige Festsetzung des Referenzkurses durch die Europäische Zentralbank am Dienstag lag noch bei 1,0793 Dollar.
Der US-Dollar erhielt vor allem durch jüngste Daten zur amerikanischen Inflation, die stärker als prognostiziert ausgefallen war, erheblichen Aufschwung. Anhaltende Preissteigerungen in den Vereinigten Staaten dämpfen die Erwartung einer näher rückenden Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve. In Folge dieser Entwicklung gab der Euro merklich nach und sank bis zum Mittwochmorgen auf ein Tief von 1,0695 Dollar, den schwächsten Wert seit November des Vorjahres.
Das britische Pfund befindet sich ebenfalls unter Druck. Entgegen der Erwartungen blieb die britische Inflationsrate im Januar konstant bei 4,0 Prozent, während eine geringfügige Steigerung vorausgesagt worden war. Zur Überraschung der Ökonomen gingen die Preise im Vergleich zum Dezember zurück, was zu Spekulationen um eine bevorstehende Senkung des Leitzinses durch die Bank of England führte. Als Konsequenz verlor das Pfund sowohl gegenüber dem Euro als auch dem Dollar an Wert.