23. August, 2026

Märkte

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland drücken den Euro-Kurs

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland drücken den Euro-Kurs

Der Kurs des Euro ist am Dienstag im New Yorker Handel gesunken. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,0921 US-Dollar. Im Tagesverlauf näherte sich der Kurs mit einem Tagestief von 1,0911 Dollar sogar der Marke von 1,09 Dollar an. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0940 Dollar fest, während der Dollar 0,9140 Euro kostete. Verantwortlich für den Rückgang des Euro-Kurses waren überraschend schwache Konjunkturdaten aus Deutschland. Im November ist die Produktion in deutschen Industriebetrieben bereits den sechsten Monat in Folge gesunken. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, kommentierte die Situation mit den Worten: 'Die deutsche Industrieproduktion ist im Sinkflug.' Zusammen mit den rückläufigen Einzelhandelsumsätzen deuten die Daten auf eine mögliche Schrumpfung der größten Volkswirtschaft der Eurozone im vierten Quartal hin. Am Devisenmarkt gab es im Tagesverlauf keine größeren Impulse. Experten der Landesbank Hessen-Thüringen erkannten eine 'anhaltend vorsichtige Grundhaltung' bei den Anlegern. Offenbar halten sich die Investoren vor wichtigen Daten zur Preisentwicklung in den USA zurück, die am Donnerstag erwartet werden. Diese Daten könnten Hinweise geben, wann die US-Notenbank möglicherweise mit Zinssenkungen beginnt.