Die indische Rupie erreicht ein neues historisches Tief gegenüber dem US-Dollar, belastet durch steigende US-Anleiherenditen und die Schwäche des chinesischen Yuan. Die Währung schloss bei einem Kurs von 84,8625 je US-Dollar und verlor damit fast 0,1 % an Wert.
Der Hintergrund dieser Entwicklung ist unter anderem das starke Anwachsen des indischen Handelsbilanzdefizits, das im November auf 37,84 Milliarden US-Dollar anstieg. Dies übertraf deutlich die Erwartungen der Ökonomen, die von einem Defizit in Höhe von 23,9 Milliarden US-Dollar ausgegangen waren. Der Oktober verzeichnete noch ein Defizit von 27,14 Milliarden US-Dollar.
Die Schwäche des Yuan und die hohen Renditen der US-Staatsanleihen belasteten die Rupie während der gesamten Sitzung, und die Währung reagierte empfindlich auf die Veröffentlichung der Handelsdaten. Der Dollar-Index stieg leicht auf 106,9, während der chinesische Offshore-Yuan um 0,2 % auf 7,29 pro Dollar fiel.
Der Fokus von Investoren richtet sich nun auf die bevorstehende geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank. Es wird allgemein erwartet, dass die Zinsen um 25 Basispunkte gesenkt werden, wobei jedoch das Augenmerk auf mögliche hawkishe Anpassungen der Zinsprognosen liegt. Analysten hegen zudem Bedenken, dass die wirtschaftspolitischen Pläne des neuen US-Präsidenten Donald Trump inflationsfördernd wirken könnten, was das Tempo künftiger Zinssenkungen verlangsamen könnte.