19. Februar, 2026

Märkte

Rohölpreise setzen sanften Höhenflug fort

Rohölpreise setzen sanften Höhenflug fort

In einer Welt, in der Energie wie das Blut des globalen Handels fließt, haben die Rohölpreise eine leichte Aufwärtsbewegung fortgesetzt und dabei die Gewinne des Vortags übertroffen. Die Sorte Brent aus der Nordsee, gemeinhin als Gradmesser für globale Ölpreise anerkannt, markierte einen leichten Anstieg und erreichte zur Lieferung im April einen Stand von 82,73 US-Dollar pro Barrel. Ein Plus von 20 Cent vergleicht man dies mit dem Kurs zu Wochenbeginn.

Ähnlich gelagert ist die Entwicklung beim amerikanischen Pendant West Texas Intermediate (WTI), das nun mit 77,79 Dollar pro Fass zu Buche schlägt – ein Zugewinn von 21 Cent. Diese Entwicklung wird dabei in hohem Maße durch den Tanz des US-Dollars angestimmt – dessen rezente Schwächephase den Ölmarkt mit Freuden tanzen lässt. Eine nachlassende US-Währung wirkt sich typischerweise stimulierend auf die Nachfrage nach Rohöl aus, da dessen Handel vornehmlich in Dollar erfolgt und somit außerdollarische Interessenten bei einem günstigeren Wechselkurs profitieren.

Trotz der jüngsten Preisbewegungen bleibt das große Orchester der Triebkräfte am Markt für das schwarze Gold weitgehend auf seinen Plätzen. Als ständige Begleiter des Preisdirigents zählen geopolitische Dissonanzen – so lässt der angespannte Gaza-Konflikt die Preise unvermindert in Sorge schweben. Des Weiteren zeichnet sich das Ensemble durch ein vergleichsweise scharfes Angebot des Ölkartells Opec+ aus, welches Händler und Analysten gleichermaßen ein mageres Menuett tanzen lässt. Die Konjunktur, vor allem in China und Europa, spielt derweil eine eher zurückhaltende Melodie, was die Nachfrage nach dem kostbaren Rohstoff angeht.