14. April, 2024

Politik

Polens Regierungschef Tusk verurteilt Moskauer Konzertattacke und betont Friedensbedarf

Polens Regierungschef Tusk verurteilt Moskauer Konzertattacke und betont Friedensbedarf

In scharfen Worten hat der Ministerpräsident Polens, Donald Tusk, den Angriff auf eine Konzerthalle in Moskau verurteilt. Mit tiefer Betroffenheit reagierte er auf das Geschehen und brachte den Familien der zahlreichen Opfer seine Anteilnahme zum Ausdruck. In einem Appell mahnte Tusk zur Besonnenheit: 'Möge dieses unermessliche Leid niemanden dazu verleiten, Gewalt und Aggression weiter zu schüren', hieß es in einer Nachricht, die Tusk auf der Social-Media-Plattform X teilte.

Wladyslaw Kosiniak-Kamysz, seines Zeichens Verteidigungsminister Polens, gab bekannt, dass die zuständigen Sicherheitsorgane des Landes intensiv die Lage auswerten und im Blick behalten. Vor dem Hintergrund des blutigen Konflikts in der Ukraine, der seit mehr als zwei Jahren durch russische Militäroperationen befeuert wird, kündigte er eine Verstärkung der militärischen Präsenz in den grenznahen Regionen des Landes an.

Der Überfall auf das Kulturzentrum in einem Vorort der russischen Hauptstadt hatte für Entsetzen gesorgt, als Bewaffnete dort anscheinend wahllos auf das Publikum gefeuert hatten. Die Anschlagsopfer zählen inzwischen mehr als 130 Tote; einige Täter sind bereits in Gewahrsam. Während die Tatmotive noch im Dunkeln liegen, laufen die Ermittlungen der russischen Sicherheitsbehörden auf Hochtouren, die einen terroristischen Hintergrund vermuten.