23. August, 2026

Märkte

Osteuropas Börsen schließen uneinheitlich - Zinsentscheide im Fokus

Osteuropas Börsen schließen uneinheitlich - Zinsentscheide im Fokus

In einem von Feiertagsstimmung geprägten Börsenhandel setzten die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte am Donnerstag unterschiedliche Akzente. Während Prag und Moskau leichte Gewinne verbuchen konnten, mussten Warschau und Budapest am Ende des Handelstages geringfügige Verluste hinnehmen.

Investoren und Analysten zeigten sich besonders aufmerksam gegenüber aktuellen geldpolitischen Entwicklungen. Die Federal Reserve, unter Leitung von Jerome Powell, hielt an der bestehenden Zinspolitik fest und ließ damit keine Hoffnungen auf baldige Senkungen zu. Ein anderes Bild zeigte sich in Tschechien: Vor dem Hintergrund einer abklingenden Inflation, die die ökonomischen Prognosen überraschend positiv stimmte, senkte die tschechische Nationalbank den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 5,25 Prozent - ein Schritt, der innerhalb der Finanzkreise durchaus antizipiert wurde.

Der Prager PX konnte von dieser Entscheidung profitieren und legte um 0,43 Prozent auf 1555,44 Punkte zu. Die Finanzbranche zeigte sich als Börsenmotor; insbesondere Erste Group und Komercni Banka zählten mit Anstiegen von 1,6 beziehungsweise 0,6 Prozent zu den Gewinnern des Tages.

Anders sah das Szenario in Budapest aus: Geringe Geschäftsaktivitäten führten zu einem marginalen Rückgang des Bux um 0,03 Prozent auf 68 123,99 Punkte. Der Pharmasektor zählte dabei zu den Verlierern, wobei insbesondere Richter mit einem Minus von 0,7 Prozent hervorstach.

Eine etwas deutlichere Südrichtung nahmen die Kurse in Warschau an. Der Wig-20 schloss mit einem Abschlag von 0,23 Prozent bei 2470,52 Zählern, während der breiter aufgestellte Wig 0,21 Prozent an Wert verlor und auf 84 393,73 Punkte fiel. Auch hier blieb der Finanzsektor nicht verschont; Pekao und PKO Bank mussten beide rund ein Prozent Einbußen verkraften.

In Moskau hingegen konnte der RTS-Index leichte Zuwächse verbuchen und ging mit einem Plus von 0,28 Prozent bei 1177,96 Punkten in den Feierabend.