22. August, 2026

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Oracle erreicht Rekordhoch dank KI-Optimismus

Oracle erreicht Rekordhoch dank KI-Optimismus

Oracles Enthusiasmus für das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) bescherte den Aktien des US-Software-Giganten am Mittwoch ein neues Rekordhoch. Die Wertpapiere stiegen sofort nach Handelseröffnung stark an und legten zuletzt an der Spitze des S&P 100 um beeindruckende 12,4 Prozent auf 139,19 US-Dollar zu. Damit übertrafen sie die bisherige Höchstmarke aus dem März, die bei knapp 133 Dollar lag. Der aktuelle Börsenwert des Unternehmens beträgt etwa 383 Milliarden Dollar.

Der Softwarekonzern konnte seine Investoren mit hohen Buchungen für seine Programme und strategischen Partnerschaften für zukünftige Geschäfte überzeugen. Der SAP-Rivale kündigte am späten Dienstagabend im Rahmen der Vorlage seiner Geschäftsjahreszahlen für 2023/24 eine Erweiterung der Kooperation mit dem Software-Giganten Microsoft sowie dem ChatGPT-Erfinder OpenAI an. Microsofts Cloud-KI-Plattform Microsoft Azure soll künftig auch auf Oracle-Datenzentren laufen. Zudem plant Google, Oracles Datenbanktechnik in seiner Cloud-Plattform zu integrieren.

Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies äußerte sich positiv hinsichtlich der kurzfristigen Profite, die Oracle aus der Zusammenarbeit mit Microsoft und Google ziehen könnte. Dass Microsoft das KI-Sprachmodell ChatGPT auf der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) trainiere, lasse auf eine starke Nachfrage nach den KI-Angeboten des Windows-Herstellers schließen. Längerfristig dürften jedoch eher Microsoft und Google die Hauptnutzer dieser Kooperationen sein, so Thill.

Besonders beeindruckt zeigte sich Thill von der steigenden Nachfrage nach den IT-Lösungen von Oracle. Beispielsweise wuchs der sogenannte bereits gesicherte zukünftige Umsatz (Remaining Performance Obligation, RPO) im Schlussquartal um ganze 44 Prozent. Im dritten Quartal lag das Wachstum noch bei 29 Prozent. Von einem gesamten RPO von kürzlich 98 Milliarden Dollar entfielen allein gut 12,5 Milliarden Dollar auf 30 KI-bezogene Aufträge.

Angesichts dieser positiven Dynamik erhöhten namhafte Investmenthäuser wie UBS, die Bank of America und Goldman Sachs ihre Kursziele für Oracle. Obwohl Oracle im vergangenen Quartal beim Umsatz einige Zielvorgaben verfehlte, sei die KI-Story stark genug, um die Stimmung zu heben, argumentierte UBS-Analyst Karl Keirstead und empfahl weiterhin den Kauf der Aktien. Raimo Lenschow von Barclays fügte hinzu, dass vor allem die Wachstumssignale des Managements mehr Anleger überzeugen dürften, Oracle als bedeutenden Profiteur des KI-Trends wahrzunehmen.