Die US-Aktienmärkte sind erfolgreich in die neue Börsenwoche und damit auch in das zweite Halbjahr 2024 gestartet. Positive Konjunkturdaten lieferten am Wochenanfang leichten Auftrieb. Obwohl die Stimmungsdaten aus der Industrie im Juni hinter den Erwartungen zurückblieben, könnten diese als Indikator für eine potentiell lockerere Geldpolitik der US-Notenbank Fed genutzt werden.
Jedoch kam von den US-Staatsanleihen Gegenwind. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatspapiere erreichte den höchsten Stand seit Ende Mai. Aufgrund des US-Nationalfeiertags am 4. Juli wird der Handel am Mittwoch verkürzt und die Börsen bleiben am Donnerstag geschlossen.
In einem gemischten Marktumfeld zeigte sich der Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,13 Prozent bei einem Schlussstand von 39.169,52 Punkten. Der marktbreite S&P 500 kletterte um 0,27 Prozent auf 5.475,09 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,66 Prozent auf 19.812,22 Punkte stieg.
Besonders ins Auge stechen die Aktien von Spirit Aerosystems, die um 3,4 Prozent auf etwa 34 US-Dollar zulegten. Grund dafür ist die Entscheidung des Flugzeugbauers Boeing, den wichtigen Zulieferer wieder zurück in den Konzern zu integrieren. Boeing tätigt hierfür eine Investition von insgesamt 8,3 Milliarden US-Dollar, was am Markt positiv aufgenommen wurde. Boeing-Papiere gewannen 2,6 Prozent und gehörten damit zu den Spitzenreitern im Dow.
Laut RBC-Analyst Ken Herbert könnte dies ein wichtiger Meilenstein für Boeing sein, wobei jetzt die Berufung eines neuen Chief Executive Officers im Fokus steht, um die strategischen Ziele weiter voranzubringen.
Konfrontiert mit regulatorischen Herausforderungen, musste sich Meta, die Muttergesellschaft von Facebook, mit der EU-Kommission auseinandersetzen. Brüssel hält das 'Pay for Privacy'-Modell für nicht EU-konform, bei dem Nutzer zwischen einer gebührenpflichtigen werbefreien Version und einer kostenlosen Version mit personalisierter Werbung wählen können. Meta-Aktien zeigten sich hingegen stabil.
Tesla profitierte deutlich mit einem Kursanstieg von über 6 Prozent, nachdem die Großbank Wells Fargo die Aktien als taktisch interessante Investition für das dritte Quartal empfahlen. Auch Apple und Amazon konnten kräftig zulegen. Apple erreichte nahezu das Rekordhoch von Mitte Juni und notierte knapp 3 Prozent höher, während Amazon-Aktien um 2 Prozent anstiegen.
Auf dem Devisenmarkt legte der Euro leicht zu und notierte zuletzt bei 1,0737 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0745 US-Dollar fest. US-Staatsanleihen gaben leicht nach, wobei der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen um 0,74 Prozent auf 109,17 Punkte sank und die Rendite auf 4,49 Prozent stieg.