Die Ölpreise haben ihren positiven Trend vom Vortag leicht fortgesetzt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August notierte am Morgen bei 86,15 US-Dollar, was einem Anstieg von 14 Cent gegenüber dem Montag entspricht. Auch der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) konnte leicht zulegen und erreichte 81,77 Dollar. Die Erdölpreise befinden sich aktuell in der Nähe ihres höchsten Niveaus seit beinahe zwei Monaten. Als Hauptgrund für die jüngsten Preiserhöhungen wird das anhaltend knappe Angebot genannt. Die Förderstaaten des Ölkartells Opec+ halten ihre Produktion seit längerem bewusst niedrig. Eine Lockerung dieser Beschränkungen ist erst für den Herbst angekündigt. Ein weiterer wesentlicher Faktor für die gestiegenen Rohölpreise sind die zahlreichen geopolitischen Risiken. Im Zuge des Gaza-Kriegs wurden die Angriffe der jemenitischen Huthi-Milizen auf Schiffe im Roten Meer intensiviert. Zusätzlich belasten Spannungen zwischen den USA und Russland die Lage, ausgelöst durch einen ukrainischen Raketenangriff auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim.
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Ölpreise weiter im Aufwind: Nachfrage und geopolitische Spannungen treiben Kurse