Inmitten sich zuspitzender politischer Unruhen im Nahen Osten haben die Ölpreise ihren jüngsten Aufschwung fortgesetzt und an den internationalen Märkten an Fahrt gewonnen. Händler verweisen auf die Krise in der Region als treibenden Faktor hinter der jüngsten Preisentwicklung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der hochwertigen Nordseesorte Brent, welche für eine Auslieferung im Juni pro Barrel nun 88,49 US-Dollar kostet, ein Plus von 1,06 US-Dollar gegenüber dem Vortagswert. Ihr amerikanisches Pendant, West Texas Intermediate (WTI) für Mai-Lieferungen, legte ebenso zu und kletterte um 1,03 US-Dollar auf nunmehr 84,77 US-Dollar je Fass.
Die Preise für das schwarze Gold nähern sich damit ihren Fünfmonatshöchstständen. Experten erkennen eine Reihe von Faktoren, die diese Entwicklung befeuern. Neben der Angebotsverknappung aus Mexiko erhöhen auch wachsende geopolitische Spannungen im Nahen Osten das Preisniveau. So sorgte ein kürzlich erfolgter, vermeintlich von Israel geführter Angriff auf iranisches Botschaftsgelände in Damaskus für zusätzliche Brisanz. Irans Führung, konkret Ajatollah Ali Chamenei, signalisierte in einer offiziellen Mitteilung Vergeltungsabsichten und versprach, das 'boshafte Regime' werde durch Irans 'tapfere Männer' bestraft werden. Diese Meldungen könnten die Ölmärkte zusätzlich aufgewühlt und somit zu den steigenden Preisen beigetragen haben.