Die Ölpreise haben sich am Mittwochmorgen kaum verändert und bewegten sich weiterhin auf relativ niedrigem Niveau. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete 79,27 US-Dollar, das sind gerade einmal vier Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls leicht an und lag bei 74,05 Dollar.
Allerdings bleibt die angespannte Lage im Roten Meer ein Thema von großer Bedeutung am Ölmarkt. Nach wiederholten Angriffen der von Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe meiden große Reedereien die für den Öltransport wichtige Seepassage durch den Suezkanal. Dies führt zu längeren Transportzeiten und erhöhten Kosten, da alternative Routen um die Südspitze Afrikas genommen werden müssen. Zudem steigt das Risiko einer Eskalation des bislang regional begrenzten Konflikts zwischen Israel und der Hamas.
Die Spannungen im Roten Meer haben einen Anstieg der Erdölpreise zur Folge, jedoch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. In den vergangenen Wochen befanden sich die Preise auf einem sechsmonatigen Tiefstand. Skepsis gegenüber den jüngsten Förderkürzungen des Ölkartells OPEC+ sowie das steigende Angebot von Nicht-OPEC-Ländern wie den USA waren ausschlaggebend dafür.