22. August, 2026

Märkte

Ölmarkt in Bewegung: Wochensicht zeigt steigende Preise trotz starkem Dollar

Ölmarkt in Bewegung: Wochensicht zeigt steigende Preise trotz starkem Dollar

Die Ölpreise haben am Freitag leichte Verluste verzeichnet. Auf Wochenbasis jedoch manifestierte sich ein positiver Trend mit Kursgewinnen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August notierte zuletzt bei 82,56 US-Dollar, was einem Rückgang von 19 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 24 Cent auf 78,38 Dollar.

Der steigende Dollar übt Druck auf die Ölpreise aus. Die US-Währung konnte gegenüber den meisten anderen Währungen zulegen. Ein stärkerer Dollar beeinträchtigt in der Regel die Nachfrage, weil Öl in Dollar gehandelt wird und Käufer aus anderen Währungsräumen somit höhere Kosten aufgrund von Wechselkursschwankungen schultern müssen.

Dennoch verzeichneten die Ölpreise auf Wochensicht ein Plus von etwa drei Dollar. Marktteilnehmer sprachen von einer Gegenbewegung nach vorherigen Verlusten. Ein belastender Faktor war zunächst der Plan des Ölverbunds Opec+, das Angebot künftig wieder auszubauen.

"Wir erachten die Preiserholung als gerechtfertigt", bemerkte Barbara Lambrecht, Rohstoffexpertin der Commerzbank, zur Handelswoche. Sie verwies auf aktuelle Nachfrageprognosen, die im Verlauf der Woche veröffentlicht wurden. Unter anderem warnte die Internationale Energieagentur (IEA) vor einer möglichen Unterversorgung des Ölmarktes im dritten Quartal. Diese könnte eintreten, bevor die freiwilligen Förderkürzungen einzelner Opec+-Länder ab Oktober auslaufen.

Allerdings sei laut Lambrecht kurzfristig "die Luft raus" bei den Ölpreisen. Für einen fortgesetzten Anstieg seien die Konjunkturaussichten "für die großen Wirtschaftsräume doch eher wackelig."