Nvidia hat auf einen Bericht von Bloomberg News geantwortet, in dem das US-Justizministerium als Teil einer kartellrechtlichen Untersuchung Vorladungen verschickt haben soll. Das Unternehmen gab an, dass es zwar mit der Regierungsbehörde in Kontakt stehe, aber keine Vorladung erhalten habe.
Häufig versendet das Justizministerium Informationsanfragen in Form sogenannter ziviler Untersuchungserfordernisse, die oft als Vorladungen bezeichnet werden. Eine solche Anfrage wurde gestellt, um Informationen über Nvidias Übernahme von RunAI und Aspekte des Chip-Geschäfts des Unternehmens zu erhalten, so eine vertraute Quelle.
In seiner Stellungnahme zur Geschichte betonte Nvidia, dass seine Überlegenheit im Bereich der KI-Computing auf der Qualität seiner Produkte beruhe. „Nvidia gewinnt aufgrund seiner Leistung, wie unsere Benchmarkergebnisse und der Wert für unsere Kunden zeigen, und die Kunden können die Lösung wählen, die für sie am besten ist“, so das Unternehmen. „Wir haben beim US-Justizministerium nachgefragt und wurden nicht vorgeladen. Dennoch beantworten wir gerne alle Fragen, die die Regulierungsbehörden zu unserem Geschäft haben.“
Die Ermittlungen, über die Bloomberg bereits im Juni berichtete, umfassen Anfragen an andere Technologieunternehmen zur Informationssammlung. Das Büro des Justizministeriums in San Francisco leitet die Untersuchung, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Sprecher des Justizministeriums lehnte es ab, sich zu äußern.
Kartellbeamte befürchten, dass Nvidia es schwieriger macht, zu anderen Lieferanten zu wechseln, und Käufer bestraft, die seine KI-Chips nicht ausschließlich verwenden. Dies berichteten Personen, die anonym bleiben wollten, da die Diskussionen vertraulich sind.
Regulierungsbehörden haben die Übernahme von RunAI, einer Firma, die Software für das Management von KI-Computing herstellt, untersucht. Es bestehen Bedenken, dass diese Verbindung es Kunden erschweren könnte, von Nvidia-Chips wegzuwechseln. Des Weiteren wird untersucht, ob Nvidia bevorzugte Liefer- und Preisbedingungen für Kunden anbietet, die seine Technologie exklusiv nutzen oder vollständige Systeme abkaufen.
Nvidia steht verstärkt unter Beobachtung, seit es zum wertvollsten Chiphersteller der Welt wurde und erheblich vom KI-Ausgabenboom profitiert. Die Umsätze sind quartalsweise drastisch gestiegen, und das Unternehmen hat einst führende Chiphersteller wie Intel übertroffen.