23. August, 2026

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Münchner Flughafen wegen Winterwetter geschlossen

Münchner Flughafen wegen Winterwetter geschlossen

Der Münchner Flughafen musste aufgrund des winterlichen Wetters erneut vorübergehend seinen Betrieb einstellen. Von 6:00 bis 12:00 Uhr fanden keine Starts oder Landungen statt, da Eisregen den sichere Flugbetrieb unmöglich machte. Über 150 Starts und 160 Landungen waren von der Schließung betroffen, während mehr als 770 Abflüge und Ankünfte geplant waren.

Um die Betriebsflächen zu enteisen, nutzte der Flughafen die erste Tageshälfte nach dem Eisregen. Der Flugverkehr sollte ab dem Mittag wieder aufgenommen werden, jedoch noch stark eingeschränkt sein. Die Passagiere wurden gebeten, die Einschränkungen zu berücksichtigen und sich bei ihrer Airline zu informieren.

Die Lufthansa rechnet nicht nur am Dienstag, sondern auch in den kommenden Tagen mit Einschränkungen am Münchner Flughafen. Passagiere mit gebuchten Tickets von oder nach München haben die Möglichkeit, ihre Tickets kostenlos zu stornieren, so ein Unternehmenssprecher.

Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs waren am Montagabend noch rund 1500 Passagiere am Flughafen gestrandet. Sie übernachteten unter anderem auf Feldbetten und wurden mit Essen und Getränken versorgt. Einige Fluggäste beschwerten sich jedoch über mehrfach annullierte Anschlussflüge.

Der Münchner Flughafen ist der zweitgrößte deutsche Flughafen und ein wichtiges Drehkreuz im internationalen Flugverkehr. Die gestrandeten Passagiere waren hauptsächlich internationale Reisende, von denen einige auch kein Visum für die Einreise hatten.

Auch bei der Deutschen Bahn kam es zu Chaos aufgrund der starken Schneefälle. Bis zur Wochenmitte werden in Bayern weiterhin Beeinträchtigungen erwartet, die sich auch bundesweit, besonders in Baden-Württemberg und Richtung Schweiz, auswirken. Reisende wurden aufgefordert, nicht notwendige Fahrten auf den 6. Dezember zu verschieben. Der Münchner Hauptbahnhof war bereits am Montag stark eingeschränkt im Betrieb.

Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG und der Fahrgastverband Pro Bahn forderten Konsequenzen für die Wintertauglichkeit der Bahn aufgrund des Bahnchaos. Die deutsche Schienen-Infrastruktur sei laut dem EVG-Vorsitzenden Martin Burkert "in weiten Teilen marode" und benötige größere Investitionen wie in Österreich. Der Fahrgastverband Pro Bahn betonte, dass der Bahnverkehr aufgrund jahrzehntelanger Sparpolitik nur noch knapp an der Grenze sei und diverse Probleme, wie das Abstellen von Zügen in Bahnhöfen, wenn sie ihr Ziel nicht erreichen können, auftreten würden.

Aufgrund der Schneemassen mussten in den Landkreisen Starnberg und Mühldorf am Inn sowie in Augsburg viele Schulen geschlossen bleiben. Am Dienstag soll der Unterricht jedoch fast überall wieder stattfinden.

Auch in Nordrhein-Westfalen sorgten Schneefälle für winterliche Bedingungen. Autobahnen und Straßen waren im Dauereinsatz, um den Schnee zu räumen. In Köln waren Hunderte Mitarbeiter im Winterdienst im Einsatz. Auf den winterglatten Straßen kam es zu Unfällen.

Laut dem Deutschen Wetterdienst bleibt die Lage in vielen Regionen Deutschlands weiterhin angespannt. Obwohl es etwas milder wird, warnen Meteorologen vor möglichem Glatteis. Besonders gefährdet sind die Regionen zwischen Main und Donau. In einigen Fällen können die Glatteisbedingungen sogar unwetterartig ausfallen.