In einem deutlichen Statement äußerte sich der Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz kritisch zu den Überlegungen von Außenministerin Annalena Baerbock, die Bundeswehr im Kontext eines Waffenstillstands in der Ukraine einzusetzen. Merz bezeichnete solche Spekulationen als unzeitgemäß und betonte, dass derartige Fragen momentan niemand ernsthaft stelle. Diese starken Worte sprach der CDU-Chef in der ARD-Sendung 'Maischberger' aus und sorgte damit für Aufsehen.
Merz führte weiter aus, dass der Konflikt in der Ukraine unverändert andauere und Russland seine aggressive Strategie gegen die Zivilbevölkerung nicht aufgegeben habe. Die internationale Gemeinschaft sei mit der komplexen Aufgabe beschäftigt, Möglichkeiten zur Beendigung dieses Krieges zu finden. Es sei von entscheidender Bedeutung, wie ein Ende der Feindseligkeiten herbeigeführt werden könne – eine Frage, die gleichzeitig drängend und schwer zu beantworten sei.
Baerbock, die ohne Aufforderung bei einem Nato-Außenministertreffen in Brüssel sprach, hatte dargelegt, dass verschiedene Friedensszenarien für die Ukraine erwogen werden. Auf die konkrete Nachfrage, welche Rolle Deutschland dabei zukommen könnte, erklärte sie, dass man seitens Deutschlands bereit sei, alles Erforderliche zu tun, um eine friedliche Lösung zu unterstützen. Eine potenzielle Beteiligung der Bundeswehr sei dabei nicht ausgeschlossen, so Baerbocks Position.