07. Juli, 2026

Technologie

Mehrmonatiger Space-Schock: Starliner-Probleme zwingen NASA-Astronauten zu verlängertem ISS-Aufenthalt

Mehrmonatiger Space-Schock: Starliner-Probleme zwingen NASA-Astronauten zu verlängertem ISS-Aufenthalt

NASA-Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore müssen wegen fortdauernder Schwierigkeiten mit dem Raumfahrzeug „Starliner“ weitere Monate auf der Internationalen Raumstation (ISS) verbringen. Ursprünglich sollte ihre Mission lediglich eine Woche dauern, doch nun gibt es weiterhin kein festgelegtes Rückkehrdatum, wie die NASA auf einer Pressekonferenz mitteilte.

Zwei Szenarien werden derzeit in Betracht gezogen: Die zunächst geplante Rückkehr von Williams und Wilmore mit dem „Starliner“, der vom Airbus-Rivalen Boeing entwickelt wurde. Dies setzt allerdings voraus, dass die technischen Probleme wie Triebwerksstörungen und Heliumlecks, die bislang nicht gelöst sind, behoben werden.

Eine Alternative wäre ein unbemannter Flug des „Starliner“ zurück zur Erde. Hierfür wäre eine umfassende Software-Rekonfiguration erforderlich. Aufgrund dieser Schwierigkeiten wurde der Start der „Crew 9“ mit dem „Crew Dragon“ von SpaceX bereits von August auf September verschoben. Dieser Flug würde dann nur mit zwei statt vier Astronauten stattfinden, wobei Williams und Wilmore Teil der Crew blieben und im Februar 2025 zur Erde zurückkehren würden.

NASA-Manager Steve Stich betonte die wertvolle Unterstützung der beiden Astronauten an Bord der ISS und ihre Bereitschaft, „was immer sein muss“ zu tun. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen wird voraussichtlich Mitte August getroffen.

Der „Starliner“ ist ein hybrid-wiederverwendbares Raumfahrzeug bestehend aus einer Kapsel und einem Servicemodul und unterscheidet sich durch die Landung auf der Erde von der auf dem Wasser landenden „Crew Dragon“ von SpaceX. Der „Starliner“ startete nach jahrelangen Verzögerungen im Juni vom Cape Canaveral zu seinem ersten bemannten Testflug, nachdem ein unbemannter Flug im Mai 2022 erfolgreich verlaufen war. Zukunftsvision ist der Einsatz als Alternative zur „Crew Dragon“-Kapsel für den Astronauten-Transport zur ISS.