Der Anleihemarkt in Deutschland erlebte am Dienstag einen leichten Rückgang, als der Euro-Bund-Future, ein bedeutender Indikator für die Kursentwicklung, am Vormittag um 0,17 Prozent auf 135,79 Punkte nachgab. Diese Bewegung ging einher mit einem Anstieg der Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,13 Prozent. Ein ähnliches Bild zeichnete sich in anderen Ländern der Eurozone ab, wo die Renditen ebenfalls zulegten. Ein Mangel an neuen Impulsen ließ den Anleihemarkt zunächst verhalten reagieren. In Deutschland überschritt die Inflationsrate laut einer zweiten Schätzung erstmals seit Juli wieder die Zwei-Prozent-Marke. Diese Bestätigung der Erstschätzung sorgte jedoch nicht für nennenswerte Marktbewegungen. Sowohl aus den USA als auch der Eurozone fehlten zunächst weitere wirtschaftliche Anreize. Der Fokus der Investoren liegt nun auf der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten am Mittwoch. Zudem richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Europäische Zentralbank, die tags darauf ihre aktuellen geldpolitischen Entscheidungen bekannt gibt. Allgemeine Erwartungen gehen von einer weiteren Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte aus.
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Leichte Verluste bei Staatsanleihen, während Märkte auf neue Impulse warten