Der hessische Wechselrichter-Hersteller SMA Solar sieht sich gezwungen, seine Geschäftsziele für das laufende Jahr erheblich zu reduzieren. Grund hierfür sind volle Lagerbestände bei Kunden, die den Auftragseingang verzögern. Für das Jahr 2024 rechnet der MDax-Konzern nun mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von nur noch 80 bis 130 Millionen Euro. Dies liegt deutlich unter der bisherigen Prognose von 220 bis 290 Millionen Euro.
Neben den bereits genannten Lagerbeständen tragen auch politische Unsicherheiten durch anstehende Wahlen in Europa und den USA zur verschlechterten Prognose bei. Diese Marktfaktoren veranlassten die SMA Solar, bereits jetzt Anpassungen vorzunehmen. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatzrückgang auf 1,55 bis 1,7 Milliarden Euro, während zuvor noch 1,95 bis 2,22 Milliarden Euro angepeilt wurden.
Das Vorjahresniveau, das einen Umsatz von gut 1,9 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 311 Millionen Euro umfasste, wird somit deutlich unterschritten. Trotz dieser Herausforderungen ist der Konzern optimistisch, dass sich die Lagerbestände im Laufe des Jahres normalisieren werden, was zu einem Aufschwung im Auftragseingang führen könnte.
Der Halbjahresbericht wird wie geplant am 8. August veröffentlicht.