Die Performance des MDax-notierten Gabelstaplerproduzenten Kion sorgte für Diskussionen unter Anlegern, nachdem das Unternehmen einen geringeren als erwarteten Jahresgewinn für 2023 vermeldete. Auch wenn sich das Nettoergebnis auf 306 Millionen Euro mehr als verdoppelte, enttäuschten die Zahlen die Analystenerwartungen. Kion-Aktien erlebten daraufhin eine Achterbahnfahrt und schlossen zuletzt mit einem Minus von 1,5 Prozent.
Spekulationen über die genaue Natur der Sondereffekte, die diese Zahlen beeinflusst haben könnten, bleiben Gegenstand von Vermutungen, nachdem sich ein Sprecher des Konzerns zu weiterführenden Details ausschwieg. Marktbeobachter sehen einen möglichen Zusammenhang mit einer zuvor verhängten Bafin-Sanktion aufgrund unterlassener Publikation von Insider-Informationen.
Das vierte Quartal verzeichnete einen Konzerngewinn von 83 Millionen Euro, was unter den Prognosen lag - besonders im Blickfeld steht hier das schwächelnde Automationsgeschäft SCS. Verspätungen bei Projekten und ein Einbruch bei der Nachfrage von Online-Handelskunden machten dem Segment zu schaffen, dessen operatives Ergebnis bei 44 Millionen Euro und damit unter den Erwartungen verharrte.
Einen Lichtblick präsentierte Kion hingegen mit seinem beachtlich starken freien Mittelzufluss von 715 Millionen Euro, womit die Markterwartungen übertroffen wurden. Zudem soll die Dividende, prognostiziert bei 0,74 Euro je Aktie, die Vorjahreszahlungen weit übertreffen, kann jedoch nicht an das Niveau von 2021 mit 1,50 Euro pro Aktie heranreichen. Die komplette Bilanz für 2023 will Kion Ende Februar vorstellen, wobei Investoren und Analysten gespannt auf weitere Einzelheiten warten.