12. April, 2024

KI

KI-Optimismus auf dem Campus: Studenten setzen auf digitale Assistenten für berufliche Entlastung

KI-Optimismus auf dem Campus: Studenten setzen auf digitale Assistenten für berufliche Entlastung

Die digitalaffine Studierendenschaft Deutschlands sieht in Künstlicher Intelligenz (KI) nicht nur einen Begleiter durch das akademische Leben, sondern auch einen zukunftweisenden Unterstützer im Berufsalltag. Laut einer aktuellen Untersuchung der renommierten Beratungsgesellschaft EY setzen 65 Prozent der deutschen Studierenden auf die positiven Effekte von KI-Anwendungen wie Effizienzsteigerung und fehlerfreies Arbeiten, mit dem Ziel einer harmonischeren Work-Life-Balance. Diese Einschätzung spiegelt sich in der Veröffentlichung der Ergebnisse wider, die EY am Dienstag präsentierte.

Derweil sieht eine Minderheit von 14 Prozent der Befragten dunkle Wolken am Horizont, die Stellenabbau durch KI-bedingte Automatisierung befürchten, während knapp über 20 Prozent die Relevanz von KI für ihr Berufsleben anzweifeln.

Darüber hinaus zeigt sich die Notwendigkeit von KI-Kenntnissen bereits beim Berufseinstieg: Mehr als ein Viertel der Kandidaten betonen die Unverzichtbarkeit dieses Wissens für den Arbeitsmarktzugang, eine Mehrheit von 55 Prozent postuliert, diese Notwendigkeit werde sich in naher Zukunft noch verstärken.

Jan-Rainer Hinz, Arbeitsdirektor bei EY, hebt die Transformationskraft der KI für den Arbeitsmarkt hervor, die ein neues Anforderungsprofil an die Erwerbstätigen stellt. Die Harmonie aus jugendlicher Innovationsfreude und beruflichem Erfahrungsschatz könne, so Hinz, zu einer Prosperitätswelle beitragen, die durch den adäquaten Einsatz von KI begünstigt wird.

Die Studie offenbart auch, dass die Mehrheit der Studierenden schon heute KI-Tools im Studium einsetzt. 13 Prozent nutzen solche Assistenten häufig, während 41 Prozent gelegentlich und 32 Prozent selten auf sie zurückgreifen, insbesondere für Recherchezwecke, Klärung von Verständnisfragen oder Texterstellung.

Die repräsentative Online-Studie, durchgeführt von einem Marktforschungsinstitut im Februar auf EY's Anforderung hin, erfasste die Perspektiven von über 2000 Studierenden, von denen die Mehrheit im Bachelor-Programm angesiedelt ist, gefolgt von einem substantiellen Anteil an Master- bzw. Magisterkandidaten und einer Minderheit von Staatsexamens- und Promotionsstudierenden.