Die US-Großbank JP Morgan vermeldet für das Jahr 2023 den bisher höchsten Gewinn ihrer Geschichte. Dank der stark gestiegenen Zinsen konnte das Geldhaus einen Gewinn von knapp 50 Milliarden US-Dollar (rund 45 Mrd Euro) erwirtschaften, was einem Zuwachs von fast einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies gab JP Morgan am Freitag in New York bekannt. Auch der Zinsüberschuss, also die Differenz zwischen eingenommenen und gezahlten Zinsen, erreichte mit rund 89 Milliarden Dollar einen neuen Rekordwert.
Für das Jahr 2024 prognostiziert Bankchef Jamie Dimon einen weiteren Anstieg des Zinsüberschusses auf etwa 90 Milliarden Dollar. Diese positive Aussicht sorgte bereits im vorbörslichen US-Handel für einen Anstieg der JP Morgan-Aktie um zweieinhalb Prozent. Sollte sich dieser Trend im regulären Handel fortsetzen, würde der Aktienkurs das erst in der vergangenen Woche erreichte Rekordhoch übertreffen.
Allerdings musste die Bank im vierten Quartal einen überraschenden Gewinnrückgang verbuchen. Obwohl der Zinsüberschuss im Schlussquartal um knapp ein Fünftel gesteigert wurde, belasteten eine höhere Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle sowie gestiegene Kosten das Ergebnis. Besonders ins Gewicht fiel dabei die Einzahlung von 2,9 Milliarden Dollar in den Einlagensicherungsfonds, nachdem dieser im vergangenen Jahr aufgrund des Kollapses der Silicon Valley Bank (SVB) und der Signature Bank einspringen musste.