05. Juli, 2026

Technologie

IT-Störung im niederländischen Verteidigungsministerium legt Betrieb lahm

IT-Störung im niederländischen Verteidigungsministerium legt Betrieb lahm

Eine Störung im Rechenzentrum des niederländischen Verteidigungsministeriums hat zeitweilig den Flughafen Eindhoven sowie eine Vielzahl von Behörden lahmgelegt. Betroffene Einrichtungen, die das Netzwerk des Ministeriums für ihre IT-Systeme nutzen, umfassen unter anderem das Justizministerium, die Küstenwache und die niederländische Gendarmerie, die für den Grenzschutz zuständig ist. Ebenso waren zahlreiche Gemeinden betroffen. Erst nach mehreren Stunden konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden, sodass ab 17:00 Uhr wieder Flugzeuge von Eindhoven aus starten konnten.

Das staatliche Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) erklärte, dass die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet war. Es gebe keine Anzeichen für einen Cyberangriff oder Sabotage, wie es aus Regierungskreisen hieß. Die Ursache der Ausfälle sei lokalisiert, jedoch werde es noch einige Stunden dauern, bis alle Systeme vollständig funktionsfähig sind.

Tausende Reisende am Flughafen Eindhoven waren besonders von den IT-Ausfällen betroffen. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter versuchten, einige Passagiere mit Bussen zu anderen Flughäfen zu bringen, wo alternative Flüge organisiert wurden, darunter Maastricht, Düsseldorf und Brüssel. Andere Reisende mussten in Eindhoven auf die Wiederaufnahme des Flugverkehrs warten.

Für die Niederlande ist dies bereits der zweite IT-Ausfall innerhalb weniger Wochen. Mitte Juli war das Land von den Folgen eines fehlerhaften Software-Updates des US-Unternehmens Crowdstrike betroffen. Weltweit kam es zu erheblichen Störungen: Flüge fielen aus, Krankenhäuser mussten Operationen absagen und Bankkunden konnten am Automaten kein Geld abheben.