Ein massiver IT-Ausfall im Rechenzentrum des niederländischen Verteidigungsministeriums hat am Mittwoch für erhebliche Störungen gesorgt. Zahlreiche staatliche Einrichtungen, darunter das Justizministerium, die Küstenwache, die Gendarmerie und diverse Gemeinden, waren betroffen. Auch der Flughafen Eindhoven, der zweitgrößte Flughafen der Niederlande, kam zeitweise zum Erliegen. Insbesondere Reisende erlitten deutliche Beeinträchtigungen.
Die Kommunikation des staatlichen Zentrums für Cybersicherheit (NCSC) gab Entwarnung: Es bestand keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, und ein Cyberangriff wird derzeit ausgeschlossen. Intensive Bemühungen zur Schadensbehebung sind im Gange.
Inzwischen haben Fluggesellschaften und Reiseveranstalter reagiert: Passagiere werden per Bus zu anderen Flughäfen in Düsseldorf und Brüssel gebracht, um dort auf Ersatzflüge umgebucht zu werden. Der Flughafen Schiphol in Amsterdam bleibt von den Störungen unberührt. Der Flugverkehr in Eindhoven wird voraussichtlich erst am Abend wieder aufgenommen.
Dieses Ereignis markiert den zweiten schwerwiegenden IT-Ausfall in den Niederlanden innerhalb weniger Wochen. Im Juli führte ein fehlerhaftes Software-Update des US-Unternehmens Crowdstrike zu globalen Störungen, die auch Flugausfälle, abgesagte Operationen in Krankenhäusern und Probleme bei Bankautomaten zur Folge hatten.