06. Mai, 2026

Märkte

Investorensorgen: Verborgene Herausforderungen auf dem Aktienmarkt 2024

Investorensorgen: Verborgene Herausforderungen auf dem Aktienmarkt 2024

Das Jahr 2024 hat sich für viele Anleger als positiv erwiesen, doch nicht alle Investitionen haben von der Rallye profitiert. Rund ein Drittel der an US-Börsen notierten Aktien verzeichnet einen Rückgang. Während einige dieser Papiere möglicherweise erst an ihren Herausforderungen arbeiten müssen, um wieder aufzuholen, könnten durchaus viele von ihnen im kommenden Jahr den Markt schlagen. Der Siegeszug der künstlichen Intelligenz (KI) hat zu einer gesteigerten Nachfrage nach Prozessoren geführt, um die ressourcenintensive Technologie-Revolution zu unterstützen. Einige der größten Gewinner am Markt sind KI-Chip-Unternehmen. Überraschenderweise hat es AMD jedoch noch nicht geschafft, sich von der Schwäche zu Beginn des Jahres zu erholen. AMD gehört zu den acht Aktien mit einer Marktkapitalisierung von über 200 Milliarden Dollar, die 2024 im Minus gehandelt werden. Das Unternehmen profitiert allerdings deutlich vom KI-Boom. Sein Datencenter-Segment verbuchte im letzten Quartal einen Umsatzanstieg von satten 122%. Von den insgesamt 6,8 Milliarden Dollar Umsatz entfielen 3,5 Milliarden allein auf diesen Bereich. Allerdings verzeichnen auch andere Geschäftsbereiche von AMD Rückgänge. Das Gaming-Segment brach im vergangenen Jahr um 69% ein, und das Embedded-Segment verzeichnete einen Rückgang von 25% im Jahresvergleich. Doch dies bedeutet nicht, dass das Unternehmen stagnieren würde, wie der Aktienchart vermuten lässt. Das Gesamtgeschäft von AMD wächst weiterhin rasant. Der Umsatzsprung von 22% im dritten Quartal ist der stärkste Anstieg der letzten zwei Jahre. Einige Analysten prognostizieren zwar eine Verlangsamung des KI-Geschäfts, sehen jedoch weiterhin ein Umsatzwachstum von 27% für 2025. Das Wachstum der Profitabilität, das sich im jüngsten Quartal mehr als verdoppelte, übertrifft sogar das Umsatzwachstum. Damit beeinflussen die rückläufigen Segmente das Gesamtergebnis kaum. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26 auf die zukünftigen Gewinne wirkt AMD nicht billig, aber bei einer nachhaltigen Wachstumsrate von über 20% könnte sich diese Bewertung als günstig erweisen. Am Montag stürzten die Aktien von Comcast um fast 10% ab und gesellten sich zu den "Sinkers of 2024". Der Medienriese leidet unter dem Verlust von über 100.000 Breitbandabonnenten im laufenden Quartal, was einen stärkeren Rückgang als in den ersten sechs Monaten dieses Jahres signalisiert. Dies verstärkt den negativen Trend nach dem Verlust von 87.000 Internetkunden im dritten Quartal.