21. Mai, 2026

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Indonesien setzt auf Energieselbstversorgung: Mehr LPG, weniger Importe

Indonesien setzt auf Energieselbstversorgung: Mehr LPG, weniger Importe

Indonesien plant einen signifikanten Schub in der Produktion von Flüssiggas (LPG), um die Abhängigkeit von Importen zu minimieren. Laut der Leiterin des nationalen Regulators für die Erdöl- und Erdgasindustrie, zielt das Land darauf ab, die LPG-Produktion jährlich um etwa eine Million Tonnen zu steigern. Angetrieben wird diese Initiative durch ein ehrgeiziges Versprechen des neuen Präsidenten Prabowo Subianto: die völlige Energieautarkie durch verstärkte Öl- und Gasförderung sowie den Einsatz von Biokraftstoffen. Diese Bestrebungen werden durch geopolitische Unsicherheiten gespeist, die die Versorgung beeinträchtigen könnten. Der Energieminister des Landes hat sich die Verdopplung der heimischen LPG-Produktion zum Ziel gesetzt. Aktuell liegt diese bei rund 1,7 Millionen Tonnen im Jahr. Der Weg zu einer erhöhten Produktion führt über 15 identifizierte Gasfelder, die der Regulierungsbehörde SKK Migas zufolge das Potenzial haben, jährlich eine Million Tonnen zusätzliches LPG zu liefern. Um die Investitionen in die LPG-Produktion anzukurbeln, wird die Regierung sicherstellen, dass der staatliche Energiekonzern Pertamina fairere Preise für LPG-Anbieter offeriert. Zuvor hatten niedrige Verkaufspreise Investoren davon abgehalten, in den Ausbau der Industrie zu investieren. Interessanterweise verbrachte das Land im letzten Jahr ganze 6,9 Millionen Tonnen des heimischen Marktes, der insgesamt 8,7 Millionen Tonnen an LPG umsetzte, durch Importe. Um dieser Herausforderung zu begegnen, wird die Regierung zusätzlich prüfen, inwiefern komprimiertes Erdgas als Alternativlösung zur Reduktion der LPG-Importe genutzt werden kann.