04. Juli, 2026

Technologie

HPE setzt Rechtsstreit gegen das Vermögen von Mike Lynch fort

HPE setzt Rechtsstreit gegen das Vermögen von Mike Lynch fort

Hewlett Packard Enterprise (HPE) gab bekannt, dass das Unternehmen seine juristischen Bemühungen fortsetzen werde, um Schadensersatzforderungen in Höhe von bis zu 4 Milliarden US-Dollar aus dem Nachlass des britischen Milliardärs Mike Lynch im Vereinigten Königreich durchzusetzen.

HPE strebt eine finanzielle Entschädigung im Zusammenhang mit der Übernahme des britischen Technologieunternehmens Autonomy an. Die Akquisition von Autonomy im Jahr 2011 für 11,1 Milliarden US-Dollar war einer der größten Technologiedeals im Vereinigten Königreich. Das US-Unternehmen beschuldigt Autonomys Mitbegründer Mike Lynch, durch betrügerische Handlungen den Wert des Unternehmens künstlich aufgebläht zu haben.

Lynch selbst, der im August bei einem Yachtunglück vor der Küste Siziliens verstarb, hatte stets alle Anschuldigungen zurückgewiesen. Dennoch entschied sich HPE, den Rechtsweg bis zu einem endgültigen Urteil zu beschreiten. "Es ist die Absicht von HPE, das Verfahren bis zum Abschluss zu verfolgen," hieß es in einer per E-Mail an Reuters übermittelten Erklärung.

Im Jahr 2022 gewann HPE einen Zivilprozess gegen Lynch, jedoch stellte der Richter des High Courts fest, dass jegliche Schadensersatzansprüche unter den ursprünglich geforderten 5 Milliarden US-Dollar liegen würden. Neben Lynch richtete sich die Klage von HPE auch gegen Sushovan Hussain, den ehemaligen Finanzvorstand von Autonomy.

Die komplexe rechtliche Auseinandersetzung zwischen HPE und dem Nachlass des verstorbenen Tech-Milliardärs bleibt damit weiterhin ein aufmerksam verfolgter Fall in der Technologie- und Finanzwelt.