Der Goldmarkt hat in diesem Jahr bemerkenswerte Höhen erreicht und sein bestes Jahrzehnt hinter sich gelassen. Doch laut dem World Gold Council könnte das Wachstum im kommenden Jahr an Tempo verlieren. Ein wesentlicher Risikofaktor besteht in einer möglichen Unterbrechung oder gar einer Umkehr der Zinssenkungspolitik der US-Notenbank.
Die Goldpreise stiegen bis November um 28 % in US-Dollar, unterstützt durch starke Käufe seitens der Zentralbanken und Investoren. Diese Nachfrage kompensierte das verlangsamte Wachstum bei den Verbrauchern, insbesondere in China, wie das Gold Council in seinem Ausblick für 2025 feststellte.
Das Wachstum von Gold in 2025 wird positiver, aber deutlich moderater eingeschätzt, wenn man die Erwartungen an zentrale makroökonomische Variablen wie BIP, Renditen und Inflation berücksichtigt. Jedoch könnten zentrale Banken ihre Ankäufe forcieren oder eine rasche Verschlechterung der finanziellen Bedingungen könnte Investoren zu sicheren Anlagen führen, wodurch Gold weiter an Wert gewinnen könnte.
Ein Rückschritt der US-Notenbank in ihrer Zinssenkungspolitik könnte hingegen das Interesse der Investoren an Gold schmälern. Steigende Zinsen machen risikoärmere Anlagen wie Staatsanleihen attraktiver im Vergleich zu Gold. Somit könnte eine langfristig eher zurückhaltende Zinsstrategie der Fed dem Gold zugutekommen, während eine verlängerte Pause oder ein Umkehr der geldpolitischen Lockerungen den Anlagedruck auf Gold weiter erhöhen würde.
China bleibt zusammen mit Indien einer der größten Goldmärkte weltweit, wobei Asien mehr als 60 % der jährlichen Nachfrage ausmacht, wenn man die Käufe der Zentralbanken außen vor lässt.