Goldman Sachs überdenkt derzeit die Zukunft seiner Plattform, die institutionellen Kunden hilft, eigene börsengehandelte Fonds auf den Markt zu bringen. Medienberichten zufolge zieht die Bank in Erwägung, die ETF Accelerator-Plattform zu verkaufen. Diese Plattform ist unabhängig von der ETF-Sparte von Goldman Sachs Asset Management, die fast 40 Milliarden Dollar in über 40 Fonds verwaltet.
"Wir analysieren die langfristig beste Option für die ETF Accelerator-Plattform sowohl für Goldman Sachs als auch für unsere Kunden", erklärt Nick Carcaterra, ein Sprecher des Unternehmens. Bislang sei jedoch noch keine Entscheidung getroffen worden, und es gebe auch keine unmittelbaren Pläne für Änderungen. Sollte es Neuigkeiten geben, werde man diese entsprechend kommunizieren.
Die 2023 gestartete ETF Accelerator-Plattform ermöglicht es Kunden von Goldman Sachs, ETFs ohne die hohen Anfangskosten einer eigenen ETF-Geschäftseinheit zu etablieren. Nach dem Start bietet die Plattform zusätzlich Services an, etwa im Bereich Portfolio-Implementierung, Dienstleistungen und Vertrieb.
Seit ihrer Einführung hat die Accelerator-Plattform bereits zehn ETFs auf den Weg gebracht. Dazu zählen vier Fonds des Unternehmens GMO und jüngst der Atlas America Fund, der von Ökonom Nouriel Roubini verwaltet wird.