General Motors hat beschlossen, die Entwicklung seines einst hoch priorisierten Cruises-Robotaxi-Geschäfts einzustellen. Der Automobilriese begründete die Entscheidung damit, dass zu viel Zeit und Ressourcen nötig wären, um aus Cruise eine Erfolgsgeschichte zu machen. Der Markt für fahrerlose Taxis sei zunehmend wettbewerbsintensiv. Seit 2016 hat GM über 10 Milliarden Dollar in Cruise investiert. Noch im letzten Jahr hatte die Vorstandsvorsitzende Mary Barra prognostiziert, dass das Geschäftsfeld bis 2030 jährliche Einnahmen von 50 Milliarden Dollar erzielen könnte. Am Dienstag bezeichnete sie die Sparte jedoch als "verzichtbar". Die Technologie wird dennoch nicht aufgegeben, sondern in die Abteilung für Fahrerassistenzsysteme von GM integriert. Unklar bleibt, wie viele Mitarbeiter von Cruise in das Mutterunternehmen überwechseln können. Diese Veränderung erfolgt kurz nachdem GM seine Pläne für Elektrofahrzeuge zurückgeschraubt hat. Das Unternehmen hat sein China-Geschäft umstrukturiert und sich von einem Joint-Venture im Batteriegeschäft getrennt. Der Fokus liegt nun auf dem profitableren Geschäft mit benzinbetriebenen Pickups und anderen großen Fahrzeugen. In der Branche hat Ford bereits vor zwei Jahren begonnen, seine KI-angetriebenen Fahrzeugprojekte zurückzufahren. Tesla-Chef Elon Musk bleibt hingegen optimistisch, was autonome Fahrzeuge betrifft und hat kürzlich die zukünftigen Robotaxis seines Unternehmens vorgestellt. Waymo, eine Tochter von Alphabet, plant, ihren Dienst in Miami auszubauen und hat kürzlich Milliarden an neuen Geldern eingesammelt.
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General Motors zieht sich aus dem Cruise-Robotaxi-Geschäft zurück