05. Juli, 2026

Technologie

Forscher Vincent Lyne will Rätsel um Flug MH370 gelöst haben

Forscher Vincent Lyne will Rätsel um Flug MH370 gelöst haben

Vor über einem Jahrzehnt verschwand Flug MH370 der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord spurlos. Seitdem arbeiten Wissenschaftler und Luftfahrtexperten daran, eines der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte zu lösen. Der australische Wissenschaftler Vincent Lyne von der University of Tasmania behauptet nun, den Verbleib des Wracks identifiziert zu haben. Lynes Studie, die nun vom Journal of Navigation nach einem Peer-Review-Verfahren veröffentlicht wurde, lokalisiert das Wrack in einem 6.000 Meter tiefen Loch am Ende des Broken Ridge, eines ozeanischen Plateaus im südöstlichen Indischen Ozean. Diese unwegsame und gefährliche Meeresumgebung würde erklären, warum das Wrack bisher nicht gefunden werden konnte. In einem LinkedIn-Beitrag beschrieb Lyne das Loch als 'perfektes Versteck'. Lyne widerspricht der Theorie, dass MH370 aufgrund von Treibstoffmangel abstürzte. Er ist überzeugt, dass der Pilot, Kapitän Zaharie Shah, die Maschine absichtlich im Wasser landete. Als Beweis führt er Schäden an den Flügeln und am Klappensystem an, die an den bei der Notwasserung von Kapitän Chesley 'Sully' Sullenberger auf dem Hudson River im Jahr 2009 beobachteten Schäden erinnern. Damals überlebten alle 155 Menschen an Bord. Diese Ergebnisse stützen die Theorie des kanadischen Luftfahrtexperten Larry Vance, der ebenfalls von einer kontrollierten Landung auf dem Wasser ausgeht. Ob Shah jedoch aus einer Notsituation heraus handelte oder die Maschine absichtlich zum Verschwinden brachte, bleibt ungeklärt. Vor dem Hintergrund seiner Studie fordert Lyne die Behörden auf, den von ihm identifizierten Ort mit höchster Priorität zu untersuchen. Er hofft, dass so den verzweifelten Angehörigen nach vielen verwirrenden Theorien und wilden Spekulationen endlich Frieden gegeben werden kann.