Im frühen Handelsverlauf am Mittwoch spürte der Euro eine zunehmende Belastung, was zu einem Rückgang des Wechselkurses gegenüber dem Dollar führte. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel im Morgengeschäft auf ein Niveau von 1,0655 Dollar, setzt damit die Talfahrt fort, die bereits am Dienstag durch die Veröffentlichung amerikanischer Konjunkturdaten ausgelöst wurde und die Marke von 1,07 Dollar unterschritt.
Der Handel am Mittwochvormittag wird in Europa, wo in den meisten Ländern ein Feiertag begangen wird, als ruhig eingeschätzt, da keine bedeutenden wirtschaftlichen Daten erwartet werden. Die Märkte dürften jedoch im Laufe des Nachmittags an Dynamik gewinnen, wenn neue Konjunkturdaten aus den USA eintreffen und vor allem mit Blick auf die erwartete Sitzung der Federal Reserve, der US-Notenbank.
Als Hinweis auf eine anhaltend hartnäckige Inflation könnten die zuletzt aus den USA berichteten Arbeitskostendaten gelesen werden, die für das erste Quartal einen über den Prognosen liegenden Anstieg verzeichneten. Zusätzlich sorgte ein überraschend starker Anstieg der Häuserpreise für Aufmerksamkeit und unterstreicht damit die Fortschritte in der Erholung des US-Immobilienmarktes. Diese Entwicklungen rücken nun die Entscheidungen und geldpolitischen Signale der US-Notenbank für den weiteren Jahresverlauf unter genaue Beobachtung der Finanzmärkte.
Zinspolitische Maßnahmen der Fed werden frühestens im Spätsommer erwartet, und jüngst haben sich die Hoffnungen auf Zinssenkungen in diesem Jahr infolge der persistenten Inflation deutlich abgeschwächt.