23. August, 2026

Märkte

Euro legt zu und steuert auf Marke von 1,10 US-Dollar zu

Euro legt zu und steuert auf Marke von 1,10 US-Dollar zu

Der Euro hat am Dienstag einen Aufschwung erlebt und steuert auf die runde Marke von 1,10 US-Dollar zu. Damit erreichte die Gemeinschaftswährung den höchsten Stand seit gut drei Monaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0949 Dollar fest. Der Dollar kostete somit 0,9133 Euro.

Zu Beginn des Handelstages verlief der Handel zwischen Euro und Dollar zunächst ruhig. Jedoch trübten schwache Geld- und Kreditdaten aus der Eurozone das Bild einer bereits schwächelnden Wirtschaft. Trotzdem äußerte sich der Präsident der Bundesbank, Joachim Nagel, ablehnend hinsichtlich Zinssenkungen. Er erklärte, dass es verfrüht sei, die Leitzinsen bald zu senken oder über derartige Maßnahmen zu spekulieren.

Am Nachmittag erhielt der Euro dann Auftrieb durch einen schwächeren US-Dollar. Christopher Waller, Mitglied des Direktoriums der US-Notenbank Fed, zeigte sich zufrieden mit der aktuellen Ausrichtung der Geldpolitik, was von den Märkten als Hinweis auf stabile Leitzinsen interpretiert wurde. Jedoch konnte Waller nicht mit Sicherheit sagen, ob die Fed bereits genug zur Inflationsbekämpfung getan habe.

Angesichts der Tatsache, dass die US-Zentralbank seit dem Frühjahr 2022 ihre Leitzinsen so schnell wie selten zuvor erhöht hat, werden aktuell keine weiteren Straffungen mehr erwartet. Stattdessen setzen die Märkte für das kommende Jahr auf erste Zinssenkungen im Zuge einer erwarteten konjunkturellen Abschwächung.

Die Referenzkurse der EZB für einen Euro gegenüber anderen wichtigen Währungen lagen am Dienstag bei 0,86820 britischen Pfund, 162,74 japanischen Yen und 0,9645 Schweizer Franken. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London für 2024 Dollar gehandelt, etwa zehn Dollar mehr als am Vortag.