27. August, 2026

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Euro legt kräftig zu: Neue Höchststände und optimistische Aussichten

Euro legt kräftig zu: Neue Höchststände und optimistische Aussichten

Der Euro setzte am Mittwoch seinen Aufwärtstrend fort und erreichte mit einem Kurs von bis zu 1,0945 US-Dollar den höchsten Stand seit dem 14. März. Diese erfreuliche Entwicklung knüpft nahtlos an die positive Kursbewegung an, die Ende Juni begann. Am Dienstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,0902 Dollar festgelegt.

Analysten führen diesen Aufschwung vor allem auf die jüngste Schwäche des US-Dollars zurück, der zur Wochenmitte gegenüber allen bedeutenden Währungen spürbar an Wert verlor. Verantwortlich dafür ist die Erwartung sinkender Leitzinsen in den USA, nachdem die Inflation im Juni dort signifikant nachgelassen hat. Zusätzlich bestärkte Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank, am Montag die Marktteilnehmer in ihrer Zuversicht, dass die Inflationsrate auf das angestrebte Ziel von zwei Prozent zusteuert.

Im Gegensatz dazu wird von der EZB bei ihrer Sitzung am Donnerstag keine Änderung des Leitzinses erwartet. Dennoch sind die EZB-Ratsmitglieder vorsichtiger geworden, wie Marco Wagner von der Commerzbank feststellt. Zwar sank die Inflationsrate in der Eurozone im Juni auf 2,5 Prozent, doch blieb die Kerninflation konstant bei 2,9 Prozent. Zudem signalisieren Lohndaten der EZB einen bevorstehenden Lohnanstieg, was die Inflationssorgen weiter anheizt.

Diese konträren geldpolitischen Aussichten sprechen insgesamt für eine anhaltende Stärke des Euro und eine weitere Schwäche des Dollars. Dementsprechend scheint es, als hätten sich Anleger im Vorfeld der EZB-Sitzung bereits strategisch positioniert, was die starken Kursbewegungen zur Wochenmitte erklären könnte.

Zusätzlich hat sich das technische Chartbild für den Euro verbessert. Der Kurs durchbrach nachhaltig das im Juni erreichte Hoch von 1,0916 Dollar, was als Bestätigung des langfristigen Aufwärtstrends der Gemeinschaftswährung gewertet wird. Als nächstes Ziel wird das Zwischenhoch bei 1,0964 Dollar vom 13. März anvisiert, bevor der kurzfristig wichtige Widerstand bei 1,0981 Dollar, dem Monatshoch vom 8. März, in den Fokus rückt.