22. August, 2026

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Euro-Kurs trotzt schwachen deutschen Wirtschaftsdaten

Euro-Kurs trotzt schwachen deutschen Wirtschaftsdaten

Der Euro konnte am Montag leichte Gewinne verzeichnen und notierte am Nachmittag bei 1,0741 US-Dollar, nachdem der Kurs am Morgen noch unter 1,07 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0730 Dollar fest, während der Dollar im Gegenzug 0,9319 Euro kostete.

Die Hoffnungen auf eine Lösung im Zollstreit zwischen der Europäischen Union (EU) und China beflügelten die Stimmung an den Finanzmärkten. Beide Wirtschaftsräume beabsichtigen, Verhandlungen im Konflikt um Zölle auf Elektroautos aufzunehmen, was die Gemeinschaftswährung stützte und gleichzeitig den US-Dollar unter Druck setzte.

Trotz schwacher Kennzahlen aus der deutschen Wirtschaft übte dies nur kurzzeitig Einfluss auf die Kurse aus. Das Ifo-Geschäftsklima zeigte sich im Juni unerwartet eingetrübt, woraufhin auch die Einkaufsmanagerindizes negativ überrascht hatten.

„Die deutsche Wirtschaft verliert den Anschluss an die Weltwirtschaft“, kommentierte Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater die Lage. Er kritisierte die Wirtschaftspolitik und mahnte an, die Rahmenbedingungen für die Produktion in Deutschland energischer als bisher zu verbessern.

Die EZB legte außerdem neue Referenzkurse für wichtige Währungen fest: Gegenüber dem britischen Pfund notierte der Euro bei 0,84730, gegenüber dem japanischen Yen bei 171,17 und gegen den Schweizer Franken bei 0,9586. Am Rohstoffmarkt stieg der Preis für die Feinunze Gold in London auf 2329 Dollar, ein Zuwachs von 8 Dollar im Vergleich zum Freitag.