Am Donnerstag konnte der Euro gegenüber dem US-Dollar leicht zulegen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0907 US-Dollar gehandelt und lag damit etwas höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0900 Dollar fest. Der Dollar kostete demnach 0,9174 Euro.
Der Euro konnte zeitweise stärker zulegen, vor allem nachdem besser als erwartete Konjunkturdaten aus der Eurozone veröffentlicht wurden. Im November verbesserte sich die Stimmung in den Unternehmen überraschend deutlich. Allerdings liegt der Indexwert für die Stimmung der Einkaufsmanager weiterhin auf einem niedrigen Niveau und deutet auf eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivitäten hin.
Sowohl in Schweden als auch in der Türkei sorgten die Notenbanken für Überraschungen auf dem Devisenmarkt. Die schwedische Reichsbank hielt ihren Leitzins unverändert, obwohl eine knappe Mehrheit von Fachleuten mit einer Anhebung gerechnet hatte. Dies führte dazu, dass der schwedische Kronkurs gegenüber dem Euro und dem Dollar nachgab.
Die türkische Notenbank hingegen setzt weiterhin den Kampf gegen die hohe Inflation fort. Sie erhöhte den Leitzins auf 40 Prozent, was stärker war als am Markt erwartet. Allerdings konnte die türkische Lira die Kursgewinne nur kurzzeitig halten und gab sie am Nachmittag wieder ab.
Im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen setzte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86940 britische Pfund, 162,98 japanische Yen und 0,9644 Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1993 Dollar gehandelt, was einem Anstieg von rund 3 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.