22. August, 2026

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Erleichterung an Europas Börsen: Cac 40 erholt sich nach Wahlausgang

Erleichterung an Europas Börsen: Cac 40 erholt sich nach Wahlausgang

Der Ausgang der ersten Runde der französischen Parlamentswahlen hat am Montag zu einer spürbaren Erleichterung an Europas Börsen geführt. Marktteilnehmern zufolge fiel der Vorsprung der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National (RN) weniger deutlich aus als zuvor befürchtet. Diese Entwicklung wirkte sich besonders positiv auf den zuletzt stark belasteten französischen Aktienmarkt aus. Der Leitindex Cac 40 konnte um 1,09 Prozent auf 7561,13 Punkte zulegen.

Noch am Freitag war der französische Leitindex auf den tiefsten Stand seit Ende Januar abgerutscht. Seit Präsident Emmanuel Macron nach der enttäuschenden Europawahl das französische Parlament aufgelöst und Neuwahlen angesetzt hatte, verzeichnete der Cac 40 einen Rückgang von rund 6 Prozent.

Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg das Plus am Montag um 0,73 Prozent auf 4929,81 Punkte, was jedoch geringer ausfiel als beim Cac 40. Der britische FTSE 100 schloss mit einem minimalen Anstieg von 0,03 Prozent nahezu unverändert bei 8166,76 Zählern. An der Londoner Börse hielten sich die Investoren im Vorfeld der britischen Parlamentswahl am Donnerstag zurück.

Die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) hatte am Sonntag erwartungsgemäß am stärksten abgeschnitten. Dennoch war ihr Vorsprung weniger ausgeprägt als von vielen Beobachtern befürchtet. In der zweiten Wahlrunde hofft die RN, die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung zu erringen und die Regierung zu übernehmen.

Um dies zu verhindern, planen Macron und das linke Lager eine gemeinsame Front bei den Stichwahlen am 7. Juli. Vertreter beider Lager erklärten, dass sie in Wahlkreisen, in denen sie auf dem dritten Platz gelandet seien, zugunsten der Kandidaten zurücktreten würden, die Marine Le Pens Partei schlagen können.

Thomas Gitzel, Ökonom von der VP Bank, erklärte hierzu: „Was eine Regierung des RN für die EU bedeutet, bleibt abzuwarten. Der einmal propagierte EU-Austritt und der damit verbundene Austritt aus dem Euro ist ad acta gelegt“. Es sei daher möglich, dass sich die RN in einer Regierungsfunktion als weniger radikal erweise als befürchtet.

Im europäischen Sektorvergleich waren Bankentitel nach der Wahl in Frankreich die größten Profiteure. Sie hatten zuvor erheblich unter den Wahlängsten gelitten, da Investoren befürchteten, dass Frankreich als führender EU-Staat nationale Interessen über europäische stellen könnte, was negative wirtschaftliche Folgen für die EU haben könnte.

Die als defensiv geltenden Medizin-, Lebensmittel- und Konsumgütertitel zeigten sich hingegen vergleichsweise schwach, da sie eher von einem negativen Marktumfeld profitieren.